ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp im freien Fall – ein Fass ohne Boden

Die Situation bei ThyssenKrupp ist alarmierend. Nach den Zahlen fällt die Aktie weiter von einem Tief zum nächsten. Besserung ist aktuell nicht in Sicht. Vielmehr herrscht die Angst vor, dass die Aufspaltung weniger Erfolg bringt, als erhofft. Sogar die Stahlfusion mit Tata Steel, die bereits als sicher galt, steht wieder auf der Kippe.

Nachdem die EU die Zugfusion von Siemens und Alstom untersagt hat, mehren sich auch die Zweifel an der Stahlfusion. Laut Reuters droht ThyssenKrupp und Tata eine Abmahnung durch die EU-Kommission, wenn nicht zeitnah Zugeständnisse an die Wettbewerbshüter gemacht werden. Als kritisch betrachtet werden vor allem der Stahl für die Autoindustrie und die Verpackungstochter Rasselstein.

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die Stahlfusion komplett verboten wird. Allerdings könnten die Zugeständnisse dazu führen, dass der wirtschaftliche Sinn des Zusammenschlusses verloren geht. Dies befürchtet auch die IG Metall. „Eine Fusion um jeden Preis ist mit uns nicht zu machen“, sagte der IG Metall-Sekretär und Vize-Chef des Aufsichtsrats, Markus Grolms, zu Reuters. Für ThyssenKrupp wäre ein Scheitern der Fusion äußerst ärgerlich, denn durch die Fusion könnten verborgene Werte von rund zwei Milliarden Euro gehoben werden (siehe Grafik).

Quelle: ThyssenKrupp

Abwarten

Der Umbau bei ThyssenKrupp ist langwierig und verursacht mehr Widerstand als gedacht. Es bleibt offen, wann der Konzern wieder in die Spur findet. Anleger sollten das Geschehen weiterhin von der Seitenlinie betrachten und nicht in das fallende Messer greifen.

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