ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Singer-Euphorie – was passiert jetzt?

Am Dienstag legten die Papiere von ThyssenKrupp einen gewaltigen Kurssprung hin, als bekannt wurde, dass der berüchtigte Hedgefonds-Manager Paul Singer beim DAX-Konzern eingestiegen sein soll. Am Mittwoch hat sich der Kurs nun wieder beruhigt. Es bleibt spannend, was Singer plant.

Am Markt wird spekuliert, dass sich Singers Hedgefonds Elliott mit dem schwedischen Finanzinvestor Cevian verbünden könnte. Cevian hält bereits 18 Prozent der Anteile an ThyssenKrupp. Gemeinsam hätten die beiden aktivistischen Investoren mehr Einfluss, um die Ablösung von Konzernchef Heinrich Hiesinger oder eine weitere Zerschlagung von ThyssenKrupp durchzusetzen.

JPMorgan-Analyst Luke Nelson sieht den Einfluss des Singer-Einstiegs dagegen nur von kurzfristiger Natur. Auf mittlere Sicht blieben zahlreiche Fragen offen, so der Experte. Es sei auch unklar, ob Cevian die gleichen strategischen Prioritäten habe. Zur Erinnerung: Cevian fordert, dass nach dem Stahlgeschäft auch weitere Bereiche abgespalten werden, um die komplexen Strukturen von ThyssenKrupp aufzubrechen. Singer dagegen hat sich bislang noch nicht geäußert, welche Ziele er mit dem Einstieg verfolgt.

Veränderungen stehen an

Klar ist jedenfalls, dass sich Singer aktiv in die Unternehmenspolitik einmischen wird. Gemeinsam mit Cevian dürfte er den Umbau vorantreiben und das Management unter Druck setzen. Das Ziel: ein höherer Aktienkurs. Und in der Vergangenheit hat Singer häufig seine Ziele erreicht. Der Einstieg ist deshalb ein gutes Zeichen. Auch das Chartbild ist wieder attraktiver.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Die Baustellen im Überblick

Auch im neuen Jahr kommt die Aktie von ThyssenKrupp nicht vom Fleck. Der DAX-Titel pendelt in einer breiten Range zwischen dem 2-Jahres-Tief bei 14,42 Euro und etwa 16,50 Euro. Das Problem: Die zahlreichen Baustellen sind nach wie vor nicht behoben, schnelle Besserung ist nicht in Sicht. DER … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das klingt nicht gut

Es liegen schwierige Monate hinter ThyssenKrupp. Das Führungschaos, der langwierige Umbau und operative Probleme in den Sparten haben die Aktie deutlich unter Beschuss gebracht. In der neuen Struktur soll alles besser werden. Doch es bleibt nach wie vor Skepsis, ob die Pläne tatsächlich für eine … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Die Katze ist aus dem Sack

Das Personalkarussell bei ThyssenKrupp dreht sich weiter. Am Mittwoch bestätigte der Konzern jüngste Gerüchte, dass die frühere Bosch-Managerin Martina Merz künftig den Aufsichtsrat des DAX-Konzerns führen soll. Dank der Rückendeckung der Großaktionäre Cevian und Krupp-Stiftung könnte mit Merz … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das steckt hinter dem Chaos

Erst seit wenigen Wochen ist Bernhard Pellens als Aufsichtsratschef bei ThyssenKrupp im Amt. Am Mittwoch gab es nun aber bereits Gerüchte, dass der Wissenschaftler schon wieder vor der Ablösung steht. Vor allem die Großaktionäre sollen einen Wechsel anstreben und wollen die ehemalige … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wäre eine Überraschung

Die Talfahrt von ThyssenKrupp ist eng mit dem Führungschaos verknüpft. Seit im Juli der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner kurz hintereinander zurücktraten, hat der ohnehin angeschlagene DAX-Titel noch einmal deutlich an Wert verloren. Nun deutet sich … mehr