ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Jetzt spricht der neue Chef

Es ist derzeit völlig offen, wie es bei ThyssenKrupp weitergeht. Sowohl eine Zerschlagung als auch ein Fortbestehen in der jetzigen Form erscheinen möglich. Zunächst einmal müssen sich die aktivistischen Investoren um Cevian, die Krupp-Stiftung und die Arbeitnehmer auf eine neue Führungscrew einigen. Dafür spricht Interimschef Guido Kerkhoff nun Klartext.

Kerkhoff, eigentlich als Finanzvorstand tätig, ist laut der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung Befürchtungen entgegengetreten, dass ThyssenKrupp bei der Neuausrichtung zerschlagen werden könnte. Er habe vom Aufsichtsrat ein klares Mandat bekommen, „den bisherigen Weg bis auf Weiteres fortzusetzen – mit allen Geschäften. Unter einem Dach.“

Der Interimschef zeigt sich aber auch zuversichtlich, dass ThyssenKrupp Ergebnisverbesserungen vorweisen kann. „Auch uns als Vorstand ist bewusst, dass wir unsere Rendite steigern müssen, um das Vertrauen des Kapitalmarkts in unser Unternehmen zu stärken - und wir wissen, dass wir das schaffen können“, so Kerkhoff laut WAZ am Mittwoch in einer internen Botschaft. „Kurzfristige Renditemaximierung auf Kosten der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist nicht unser Ziel.“

Geduld gefragt

Nach dem Rücktritt von Aufsichtsratschef Ulrich Lehner hat sich das Chartbild bei ThyssenKrupp deutlich aufgehellt. Es bestehen aber nach wie vor zahlreiche unterschiedliche Interessen. Langfristig ist eine Neubewertung zwar weiterhin wahrscheinlich. Anleger können deshalb auch an Bord bleiben. Es wird aber viel Geduld benötigt.

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