ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Daran scheitert der Deal nicht

Die EU hat angekündigt, dass die Stahlfusion zwischen ThyssenKrupp und Tata Steel vertieft geprüft wird. Beide Konzerne wollen dennoch an den Plänen für den Zusammenschluss festhalten. Auch an der Börse wird das Risiko eines Scheiterns als nicht besonders hoch eingeschätzt. Die Aktie setzt ihre Erholung weiter fort.

Die Bedenken der EU-Kommission betreffen unter anderem den Wettbewerb im Geschäft mit Verpackungsstahl. Zudem befürchten die Wettbewerbshüter, dass der Markt für Autobleche unter Druck geraten könnte. Um die Fusion abschließen zu können, müssen neben der EU auch noch weitere Behörden zustimmen – wie beispielsweise der US-Ausschuss für Auslandsinvestitionen CFIUS.

Bis zum 19. März 2019 wird die vertiefte Prüfung der Stahlfusion nun dauern. Völlig überraschend kommt die Entscheidung aber nicht. „Das ist für eine Transaktion dieser Größenordnung ein üblicher Vorgang“, erklärte ThyssenKrupp. „Wir werden weiterhin eng mit der EU-Kommission zusammenarbeiten.“ Auch Tata Steel glaubt weiterhin „an die starke industrielle Logik und Begründung für das vorgeschlagene Joint Venture.“

Abwarten

Die Zerschlagung von ThyssenKrupp benötigt nach wie vor viel Zeit. Im freundlicheren Marktumfeld hat sich die Aktie zwar wieder etwas erholt, dennoch verhindert die Angst vor weiteren Machtkämpfen im Aufsichtsrat und zwischen den Großaktionären derzeit eine deutlich höhere Bewertung. Anleger bleiben deshalb vorerst an der Seitenlinie.

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