ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Da muss noch mehr kommen…

Die Aktie von ThyssenKrupp kommt nach wie vor nicht in die Gänge. Auch nach der Ernennung von Guido Kerkhoff zum neuen Chef und der Strategie, den Konzern in zwei Teile zu zerschlagen, bleiben die Anleger vorsichtig. Das Problem: Es gibt noch immer viele Risiken wie beispielsweise die Überkapazitäten in der Stahlbranche.

Trotz des anstehenden Joint Ventures mit Tata Steel hat das zyklische Stahlgeschäft weiterhin einen großen Einfluss auf die Bilanz von ThyssenKrupp. Im abgelaufenen Quartal hat die Sparte 44 Prozent des operativen Gewinns beigesteuert. Trotz der zuletzt positiven Entwicklung in der Branche sieht CEO Kerkhoff noch Verbesserungspotenzial.

Stahlhersteller in China wie im Rest der Welt müssten mehr tun, um die Überkapazitäten zu verringern, so Kerkhoff in Shanghai. China habe zwar gute Fortschritte gemacht, weitere Einschnitte seien aber möglich. Auch der Zusammenschluss von ThyssenKrupp mit Tata sei ein weiterer Schritt. Probleme würden zudem durch den Handelskonflikt mit den USA entstehen. Hier handle es sich vor allem um indirekte Effekte. Beispielsweise aus der Türkei und Russland komme viel Stahl nach Europa, der eigentlich für die USA bestimmt gewesen wäre.

Abwarten

Die Zerschlagung von ThyssenKrupp macht Sinn. Langfristig verdienen die einzelnen Bereiche des Konzerns eine deutlich höhere Bewertung als das Konglomerat derzeit. Allerdings belastet die Angst vor weiteren Machtkämpfen im Aufsichtsrat und zwischen den Großaktionären weiter die Stimmung. Anleger bleiben deshalb aktuell an der Seitenlinie.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wäre eine Überraschung

Die Talfahrt von ThyssenKrupp ist eng mit dem Führungschaos verknüpft. Seit im Juli der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner kurz hintereinander zurücktraten, hat der ohnehin angeschlagene DAX-Titel noch einmal deutlich an Wert verloren. Nun deutet sich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wird aber auch Zeit

Der Druck auf ThyssenKrupp bleibt hoch. Nach wie vor steht die Aktie unter Druck, zudem wurde zuletzt vermehrt Kritik laut, dass beim Umbau keine entscheidenden Fortschritte erzielt werden. Zumindest beim Stahl-Joint-Venture mit dem indischen Wettbewerber Tata Steel steht der Konzern nun aber vor … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das darf doch nicht wahr sein

Die Probleme bei ThyssenKrupp halten an. Vor allem bei den Bemühungen zum Umbau kommt der Industriekonzern nicht voran. Nach der jüngsten Kritik der Arbeitnehmer gab es nun bei der geplanten Stahlfusion mit Tata Steel einen erneuten Rückschlag. Die EU-Wettbewerbskommission hat die Prüffrist für den … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Zu viele offene Fragen

Nach wie vor kann sich die Aktie von ThyssenKrupp nicht nachhaltig vom Jahrestief bei 15,52 Euro lösen. Schwache Zahlen inklusive erneuter Gewinnwarnung belasten, doch auch die offenen Fragen beim Umbau verunsichern die Anleger. Selbst beim lange beschlossenen Joint Venture mit Tata Steel herrscht … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Wenn der erste Blick täuscht…

Es sind turbulente Zeiten bei ThyssenKrupp. Der Konzern befindet sich im Umbruch. Die neuesten Gerüchte betreffen nun die Marinesparte. Aufgrund der Kooperationspläne in der deutsch-französischen Rüstungspolitik wurde von einer möglichen Übernahme durch die Naval Group gesprochen. ThyssenKrupp hat … mehr