TEVA Pharmaceuticals
- Michel Doepke - Redakteur

Teva: Drastischer Sparkurs – Aktie gelingt Befreiungsschlag

Die arg gebeutelten Teva-Aktionäre haben auf diesen Tag gewartet: Kåre Schultz, seit Anfang November Chef beim Generika-Kozern, hat am Donnerstag seine Restrukturierungspläne präsentiert. Und die Einschnitte sind hart. Neben einem Personalabbau von rund 25 Prozent fällt auch die Zahlung einer Dividende aus, um den Schuldenabbau zu forcieren. Anleger honorieren die Pläne mit steigenden Kursen.

Geplant sind rund 14.000 Stellenstreichungen. Das Mutterland Israel trifft die Maßnahme besonders hart, denn knapp die Hälfte der Entlassungen entfällt dort auf die Standorte. Teva gilt als einer der größten Arbeitgeber in Israel. Für den kommenden Sonntag sind bereits Veranstaltungen geplant, um gegen den Personalabbau zu demonstrieren. Doch der Generika-Konzern hat kaum eine andere Wahl. In den kommenden Jahren muss Teva an der Kostenschraube drehen, sonst drohen weitere Einschnitte.

Quelle: Bloomberg

Kosten sparen

Auch die Dividendenaussetzung war zu erwarten. Anleger sehen Licht am Ende des Tunnels, die Teva-Aktie gewinnt rund 18 Prozent. Ohne Frage, die Restrukturierungspläne von Schultz nimmt die Börse extrem positiv auf. Trotzdem bleiben die langfristigen Probleme in Form von Umsatzeinbußen bei Kassenschlagern wie Copaxone durch Konkurrenzprodukte, Bonitätsrisiken und der anhaltende Preisdruck bestehen. Die Aktie eignet sich bestenfalls für Zocker, für einen langfristig angelegten Einstieg ist es zu früh. Watchlist!

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