Tesla
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

"Dramatisch" reduziert: So reagiert Tesla-Chef Elon Musk auf das SEC

Elon Musk hat auf Druck der SEC nun sein Twitter-Verhalten verteidigt. In seiner Antwort heißt es, die Börsenaufsicht gehe zu weit mit ihren Forderungen nach vorheriger Prüfung und Freigabe seiner Statements. Er sei davon ausgegangen, dass die umstrittene Twitter-Nachricht nicht relevant für den Börsenkurs sei. Die Behörde habe das Gegenteil nicht bewiesen. Die Anwälte von Musk weisen zudem darauf hin, dass der CEO bereits "dramatisch seine Tweets bezüglich Tesla reduziert habe." Heute schickte Elon Musk jedoch wieder einmal eine (harmlose) Nachricht an seine 25 Millionen Follower. Bevor die Preise bald wieder erhöht werden, könne man noch schnell einen Tesla ordern.

Elon Musk wurde eine Deadline bis zum 11. März eingeräumt, um sich gegenüber der SEC zu seinem umstrittenen 500.000-Autos-Tweet zu äußern. Die Fronten sind verhärtet. "Ich möchte ganz klar sagen: Ich respektiere die SEC nicht", sagte Musk etwa 2018 gegenüber dem Sender CBS. 

Elon Musk hat die SEC jüngs erneut gegen sich aufgebracht, weil er zu offensiv getwittert hat. Seine Reaktion darauf? Ein weiterer, respektloser Tweet gegen die US-Börsenaufsicht: 

 

Frei übersetzt beschwert sich Musk, dass mit der SEC-Aufsicht ewas "nicht in Ordnung" sei. Die Börsenaufsicht SEC fordert gerichtliche Maßnahmen weil er gegen Auflagen eines Vergleichs verstoßen habe. Das geht aus einem Antrag hervor, den die SEC beim Gericht in Manhattan eingereicht hat.

Der Hintergrund: Elon Musk sorgte auf Twitter für Irritationen. Zunächst hatte er geschrieben, dass man 2019 "rund 500.000" Autos bauen will - was Medien wie Bloomberg begeistert aufgegriffen hatten. Doch einige Stunden später die Richtigstellung des Tesla-Chefs: "Ich meinte eine annualiserte Produktionsrate Ende 2019, die wahrscheinlich bei 500.000 Autos oder 10.000 pro Woche liegen wird. Das Auslieferungziel für 2019 liegt weiterhin bei rund 400.000." Dies wäre dennoch ein bemerkenswertes Wachstum von über 60 Prozent gegenüber dem Niveau von 2018.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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