Tesla
- Nikolas Kessler - Volontär

Tesla: 1.000-PS-Rivale aus China

Mit einem elektrischen Supersportwagen will das chinesische Start-up NextEV nicht nur die Konkurrenz mit Verbrennungsmotor hinter sich lassen, sondern auch Tesla die Pole-Position streitig machen. Schon im nächsten Jahr soll der 1.000-PS-Bolide an den Start gehen. Bei Tesla selbst laufen derweil die Vorbereitungen für den Start des Model X.

Prominente und vor allem zahlungskräftige Unterstützung erhält NextEV vom US-Finanzinvestor Hillhouse Capital, der auch am umstrittenen Fahrdienst Uber beteiligt ist. Darüber hinaus sind auch zahlreiche chinesischen Internet- und Tech-Unternehmen wie Tencent, Alibaba oder Xiaomi an dem Projekt beteiligt. Über die Höhe der Beteiligungen wollte NextEV keine Angaben machen.

Leiten wird das Start-up mit Sitz in Shanghai Martin Leach, der ehemalige Europa-Chef von Ford. Zudem sollen Juho Suh, ein ehemaliger Designer bei BMW, Ex-Tesla-Manager John Thomas sowie weitere Experten mit einschlägigen Stationen in der Autobranche verpflichtet worden sein.

Ehrgeizige Ziele

Das erste Modell wird laut einer Unternehmenssprecherin ein elektrischer Supersportwagen sein und im Jahr 2016 auf den Markt kommen. In nur drei Sekunden soll der Wagen von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen und die Konkurrenz mit Verbrennungsmotor damit hinter sich lassen. Zu einem späteren Zeitpunkt will NextEV auch leistungsstarke Familienkutschen anbieten.

Große Sorgen scheint man sich bei Tesla wegen der Zukunftsmusik aus China indes nicht zu machen. „Es freut uns zu sehen, dass sich andere Unternehmen das Model S und unser Unternehmen zum Vorbild nehmen“, sagte ein Tesla-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Model X in den Startlöchern

Darüber hinaus wird beim Autobauer aus Palo Alto zurzeit mit Hochdruck an der Einführung des neuen Model X gearbeitet. Seit dieser Woche können alle Vorbesteller ihr Exemplar des neuen Luxus-SUV online konfigurieren. Neben verschiedenen Lackierungen und Felgen steht für Vollgas-Fans auch das aus dem Model S bekannte Tempo-Update „Ludicrous“ auf der Options-Liste.

Am 29. September soll das erste serienmäßig gefertigte Exemplar des Model X vom Band laufen. Im Tesla-Werk im kalifornischen Fremont wird das 132.000-Dollar-teure Elektro-SUV der limitierten Signature-Sonderedition den Besitzer wechseln. Im März 2016 soll mit dem Model 3 außerdem eine „kleinere und kostengünstigere Limousine“ präsentiert werden, verriet Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter.

Großes Potenzial, aber nicht ohne Risiko

Von ihrem starken Rücksetzer in der vergangenen Handelswoche konnte sich die Tesla-Aktie zumindest etwas erholen. Gelingt es der Aktie, den kurzfristigen Abwärtstrend im Bereich von 250 Dollar (rund 223 Euro) nach oben zu durchbrechen, können risikobewusste Anleger wieder einen Fuß in die Tür stellen.

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