Tesla
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Tesla: „Nachfrage geht durch die Decke“ – so viele tausend Model 3 wurden jetzt bestellt

Endlich ist es da: Das Tesla Model 3 ab 35.000 Dollar. Doch Kunden müssen sich noch ein wenig länger gedulden als gedacht.  Zunächst hatte Elon Musk US-Bestellern eine Lieferzeit von „2 bis 4 Wochen“ in Aussicht gestellt. Doch nun wurde die Lieferzeit für das besagte Standard-Range-Model auf „6 bis 8 Wochen“ nach oben revidiert. Ein Tesla-Sprecher wird mit den Worten zitiert: „Wir passen unsere Lieferzeiten je nach Bestelleingang an.“

Für Electrek ist daher klar: „Die Nachfrage nach dem Model 3 geht durch die Decke.“  Das Branchenportal gibt auch eine grobe Schätzung ab: In einer Woche seien für das Model 3 in den USA zwischen 5.000 und 10.000 neue Order eingegangen. Das wäre eine stattliche Anzahl, doch angesichts der ursprünglichen 450.000 weltweiten Reservierungen ist hier sicherlich noch Luft nach oben. Zumal Tesla 2019 den Verkauf von rund 400.000 Auto anstrebt – und Model X und Model S zuletzt nur knapp 100.000 Autos pro Jahr erreichten. Das Model 3 müsste als rund 6.000 mal ausgeliefert werden – jede einzelne Woche im Jahr. Electrek hofft daher, dass Tesla nachhaltig höhere Order-Raten erreicht, sobald das Model 3 in Kundenhänden sei und weiterempfohlen wird. Eine Nachfrage für 500.000 Einheiten pro Jahr sei möglich. DER AKTIONÄR hat bereits ein Model 3 – und der Ersteindruck ist ausgezeichnet. Wir werden jedoch genau verfolgen, ob Consumer Report Recht hat und sich im Laufe der Zeit überdurchschnittlich viele Fehler einschleichen. 

In wenigen Tagen ist es soweit: Tesla stellt den Model-3-Bruder Model Y vor. Das SUV könnte ähnliche Begeisterung wecken wie die Vorstellung des Model 3 vor drei Jahren. Eigentlich soll das Model Y etwa zeitgleich mit dem Rivalen Audi Q4 schon 2020 zu den Kunden kommen. Doch neuen Berichten zufolge ist dieser Zeitplan von Elon Musk wieder einmal mit heißer Nadel gestrickt. CNBC schreibt bezugnehmend auf mehrere vorherige und aktuelle Tesla-Mitarbeiter, dass noch nicht klar ist, in welchen der beiden großen Werke das Model Y vom Band läuft. Die beiden Optionen, die Tesla hat sind: Entweder Platz schaffen in der Gigafactory in Nevada oder das Model Y in Fremont zu fertigen.

Die Anfangsbuchstaben des Model S,  3 (ursprünliche Planung E – bis Ford Namensrechte anmeldete), X und jetzt Y ergeben das Wort Sexy. Tatsächlich dürfte auch der größere Bruder des Model 3, das Model Y großen Anklang bei den Kunden finden. Erste Teaser-Bilder sehen vielversprechend aus und Tesla reagiert damit auf den weiterhin intakten SUV-Trend. 

Zu 75 Prozent Baugleich mit dem Model 3!

Da das Model Y auf der Plattform des Model 3 gebaut wird, soll es 75 Prozent der Komponenten mit dem Model 3 teilen. Daher sollen die Produktionskosten “substanziell geringer” sein und der Start der Produktion schneller als die des Model 3 gelingen. Da Zweifel an der Profitabilität von Tesla aufkommen, wäre ein gelungener Markstart des Model Y mit einer hohen, stabilen Marge ein wichtiges Signal für die Anleger.

Man darf auf Details zum Model Y und den Ansturm der Kunden gespannt sein. Bisher war die Rede von jährlich einer Million Stück des Model Y. 

Trader warten weiterhin den Bruch der 320-Dollar-Marke ab. Elektroauto-Fans, die noch keinen Tesla haben und nun günstiger zuschlagen können, feiern die günstigeren Preise, doch Investoren sind verunsichert: Ist eine zu schwache Nachfrage und Auslastung der Grund für die neuen Preise?

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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