TALANX
- Werner Sperber - Redakteur

Talanx: Dumme haben verkauft, Kluge…; Börsenwelt Presseschau II

Die Experten des Effecten-Spiegel erklären, bei Talanx ist alles in Ordnung. Der Buchgewinn von 214 Millionen Euro im dritten Quartal des laufenden Jahres aus dem Verkauf der verbliebenen Beteiligung von rund fünf Prozent an Swiss Life soll das Eigenkapital erhöhen, um die Bilanz des Konzerns in der anhaltenden Niedrigzins-Phase widerstandsfähiger zu machen. Dennoch gab die Notierung ab, weil überhastet vorgehenden Anlegern eine solide Bilanz des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns erneut zu wenig war. Gewiefte Investoren sollten diese Fehleinschätzung zum Einstieg in dieses hervorragende Langfrist-Investment nutzen. Talanx hat im abgelaufenen Jahresviertel anstatt der geplanten 185 Millionen Euro nun 259 Millionen Euro für Ersatzleistungen nach Großschäden aufgewendet. Im laufenden Jahresschlussquartal dürfte dieses Budget um 40 Millionen Euro angehoben werden. Vorstandsvorsitzender Herbert Haas bestätigte dennoch die Jahresziele, wobei das Unternehmen einen Gewinn von mindestens 700 Millionen Euro erzielen möchte. Dieser Betrag soll auch im nächsten Jahr verdient werden. Angesichts dieser konservativen Prognose könnte Talanx mit dem Ergebnis überraschen. Zudem bietet die Aktie für dieses Jahr wohl eine Dividendenrendite von fünf Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis vom 8 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,85 sprechen ebenfalls klar für den Kauf der Musterdepot-Aktie. Das Kurspotenzial reicht bis 30 Euro.

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