SUESS Microtec
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert Süss Microtec: Meister der Mikrotechnologie hat Großes vor - Aktie mit deutlichem Kurspotenzial

Süss Microtec gilt als ein Meister der Mikrotechnologie. Die Kundenliste der Bayern liest der sich wie das Who’s who der High-Tech-Industrie. Operativ ist die Gesellschaft gut unterwegs. Die Grundlagen für ein stärkeres Wachstum und steigende Margen sind gegeben. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot daher auf steigende Kurse.

Süss Microtec zählt zu den führenden Herstellern von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte. Die Gesellschaft kann dabei Maschinen für alle wesentlichen Arbeitsschritte aus einer Hand anbieten, von der Belackung, Aushärtung und Entwicklung über die Justierung bis hin zum Bonden, also dem Verbinden der einzelnen Grundplatten für elektronische Bauelemente (Wafer) oder der Chip-Integration.

Die Lösungen der Bayern werden innerhalb eines breiten Spektrums von Herstellungsprozessen für Alltags- oder Industrieanwendungen eingesetzt – von der Herstellung von Speicherchips, Kameras für Mobiltelefone oder Reifendrucksensoren bis hin zu Anwendungen im Medizintechnikbereich. Dabei profitiert die Gesellschaft vor allem von der kontinuierlichen Verkleinerung der Chips und der Bauteile bei gleichzeitiger Zunahme an Funktionalität und der Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Operativ hat Süss Microtec im ersten Halbjahr die eigenen Ziele erreicht. Dabei hat der Vorstand wie erwartet steigende Auftragseingänge für die die zweite Jahreshälfte angekündigt. Die Prognose für das Gesamtjahr steht: Das Management prognostiziert einen Umsatz in der Bandbreite zwischen 195 Millionen und 205 Millionen Euro (Vorjahr: 166,5 Millionen Euro) und eine EBIT-Marge zwischen 8,5 bis 10,0 Prozent. „Nach leicht rückläufigen Erlösen in 2017 ist im laufenden Jahr damit mit einem starken Wachstum von gut 20 Prozent zu rechnen. Ich gehe daher davon aus, dass die Umsätze in der oberen Hälfte der Guidance liegen werden“, so Malte Schaumann von Warburg Research. „Gleichzeitig sollte das EBIT überproportional zulegen“, führt der Analyst aus. Pro Aktie dürfte am Ende des Jahres damit ein Gewinn von mehr als 0,65 Euro (Vorjahr: 0,35 Euro) zu Buche stehen.

Die Gesellschaft hat aber auch noch ein paar Baustellen zu bearbeiten: „Wachstums- und kapazitätsbedingt hat Süss im ersten Halbjahr einen schwachen Free Cash-Flow verzeichnet, der vor allem aus einem starken Vorratsaufbau resultierte. Dies dürfte sich allerdings bereits zum Jahresende wieder normalisieren“, so Schaumann. Operativ sorgt die US-Tochter (vor allem bei den Scannern) derzeit noch für hohe Verluste. „Nach einer positiven Investitionsentscheidung für Scanner durch Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) sollte hier mit Umsatzwachstum bis 2020 jedoch ein positives Ergebnis erreicht werden“, sagt der Warburg-Analyst. Sollte sich TSMC als eines der weltgrößten Chip-Auftragsfertigungs-Unternehmen wider Erwarten gegen die Scanner von Süss entscheiden, rechnet der Experten mit einer Schließung dieser Einheit. Dies würde zwar kurzfristig überschaubare Einmalaufwendungen bedeuten, die Profitabilität durch die Eliminierung der Verluste von acht bis neun Millionen Euro pro Jahr aber schlagartig verbessern.

Auch die mittelfristigen Aussichten sind gut: Bis 2020 rechnet der Analyst mit einem weiteren Umsatzwachstum auf rund 240 Millionen Euro. Auf diesem Niveau sollte die Gesellschaft annähernd eine EBIT-Marge von 15 Prozent erreichen, die unter Bereinigung der verlustträchtigen US-Tochter bereits in 2018 in greifbarer Nähe wäre. Dann könnte unterm Strich bereits ein Gewinn je Aktie von Höhe von 1,25 Euro stehen.

Doch damit nicht genug: Auf dem Kapitalmarkttag in der vergangenen Woche stellte Vorstand Dr. Franz Richter im Rahmen der Strategie "SÜSS 2025: Gemeinsam.Großes.Schaffen." auch für die kommenden Jahre deutliches Wachstum in Aussicht. „Nicht zuletzt im auch Hinblick auf das Marktumfeld, sehen wir gute Chancen, unseren Umsatz bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln“, so der Firmenlenker. Neben dem Wachstum im Kerngeschäft sollen auch Impulse aus neuen Technologien kommen.

Die Grundlagen für ein stärkeres Wachstum und steigende Margen sind also vorhanden. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial. Bei Oddo BHF lautet das Kursziel 17 Euro. Warburg Research sieht den Titel sogar erst bei 22,50 Euro fair bewertet. Mit einem nachhaltigen Ausbruch über 15,00 Euro würde auch die charttschnische Ampel auf Grün springen und eine neue Aufwärtsbewegung Richtung 18/19 Euro starten. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

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Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

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| Markus Horntrich | 0 Kommentare

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