Ströer
- Werner Sperber - Redakteur

Ströer: 2017 wird wieder „normal“

„Werbung interessiert niemanden mehr!“ Wenn wahr wäre, was Raja Rajamannar, Vertriebs-Vorstand von Mastercard im Interview mit dem US-Sender CNBC gesagt hat, sähe es schlecht für die Ströer SE aus. Das Unternehmen ist schließlich Deutschlands reichweiten-stärkste Werbe-Vermarktungsfirma und möchte diese Stellung weiter ausbauen.

Nach rasantem Wachstum 2016 wieder ruhiger im laufenden Jahr

Finanzvorstand Bernd Metzner gibt als Ziel an, Ströer soll jährlich organisch um fünf bis zehn Prozent zulegen. Zusätzliches Wachstum würde das an der Börse mit 2,6 Milliarden Euro bewertete Unternehmen durch Firmenzukäufe im Gesamtvolumen bis zu einer Milliarde Euro erzielen. Metzner ist also sehr zuversichtlich. Ein Grund dafür ist sicher die Vermarktung der Internetseiten der Bauer Xcel Media ab dem 1. April. Ein weiterer die am 3. März geschlossene Zusammenarbeit mit der Otto Media Group, welche die meisten Kundendaten unter allen deutschen E-Commerce-Firmen vorweist.

Dennoch soll das Wachstum im laufenden Jahr niedriger sein als im vorigen, jedenfalls bis zur Vorlage der endgültigen Zahlen. Der Umsatz soll demnach um 16 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigen und das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um rund zwölf Prozent auf 320 Millionen Euro. Nach vorläufigen Zahlen haben sich die Erlöse im vergangenen Jahr um 36,4 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro erhöht und das operative EBITDA um 37 Prozent auf 285 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn legte um 46 Prozent auf 2,84 Euro je Aktie zu.

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