STRATEC BIOMEDICA...
- Marion Schlegel - Redakteurin

Stratec Biomedical mit Mega-Einbruch – Aktie verliert 12 Prozent: Was ist da los?

Die gekappte Prognose des Laborgeräteherstellers Stratec hat am Mittwoch für einen Kursrutsch der Aktie gesorgt. Das im TecDAX notierte Papier sackte am Mittwochvormittag mehr als zwölf Prozent auf 44,50 Euro ab. Das Unternehmen ruderte wegen eines schwachen Geschäfts in China und Problemen mit der Zulassung einiger Produkte bei seiner Umsatzprognose für die Jahre 2014 bis 2017 zurück.

Auch die Bilanz für das vergangene Jahr enttäuschte. Analysten hatten mit einem etwas höheren Umsatz und Ebit gerechnet, zudem war ein etwas stärkerer Dividendenanstieg erwartet worden. Ein Händler bewertete die Nachrichten am Morgen als eindeutig negativ. Analyst Scott Bardo von der Berenberg-Bank sprach von einem enttäuschenden Ausblick auch für das Jahr 2016. Damit stehe die kurzfristige Wachstumsgeschichte von Stratec vor einem Test. Die DZ Bank stuft die Aktie mit „Verkaufen“ ein und hat das Kursziel von 44 auf 36 Euro gesenkt. Mit dem jüngsten Kursrutsch ist die Aktie auch unter den Stopp des AKTIONÄR gerutscht und wurde verkauft. Im TecDAX gibt es mit beispielsweise Morphosys derzeit bessere Biotech-Alternativen.

Wachstumsprobleme

Der Laborgerätehersteller Stratec muss wegen eines schwachen Geschäfts in China und Problemen mit der Zulassung einiger Produkte bei der mittelfristigen Wachstumsprognose zurückrudern. Von 2014 bis 2017 soll der Umsatz jährlich jetzt um rund sechs Prozent steigen, teilte das Unternehmen am späten Dienstagabend in Birkenfeld mit. Bisher war ein Plus von acht bis zwölf Prozent angestrebt worden.

Grund für den vorsichtigeren Blick auf die kommenden Jahre sind zum einen Probleme in Asien und dort vor allem China. Hier habe ein wichtiger Kunde seine Bestellungen und die Abnahmeprognose eingedampft. Zudem gebe es bei einigen Projekten Verzögerungen bei der Zulassung, so dass diese erst später als bislang zum Umsatz beitragen können.

Nach einem leichten Plus beim Umsatz und operativem Ergebnis im vergangenen Jahr soll die Dividende auf 75 (Vorjahr: 70) Cent je Aktie erhöht werden. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten hatten mit einer etwas höheren Gewinnbeteiligung des im TecDAX notierten Unternehmens gerechnet.

(Mit Material von dpa-AFX)

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