- Jonas Lerch

Steinhoff: Kursexplosion – und jetzt?

Verlängerung der Schonfrist für den Krisen-Konzern: Die Gläubiger stimmten am Donnerstag zu, den gigantischen Schuldenberg erst einmal aufzuschieben – die Aktie explodierte deshalb um über 20 Prozent.

Die Verbindlichkeiten von 9,4 Milliarden Euro muss Steinhoff erst im Dezember 2021 zurückzahlen. Diesen Aufschub vereinbarten die Gläubiger mit der notwendigen Mehrheit von rund 90 Prozent. Auch die Zinsen werden vorerst ausgesetzt. Sie werden erst am Ende der Laufzeit – also in drei Jahren – inklusive Zinseszinsen fällig.

Den Großteil der Kredite verkauften die Gläubigerbanken bereits an Hedgefonds. Diese sollen an der Entscheidung beteiligt werden, welche Teile des schwächelnden Europa-Geschäfts Steinhoff verkauft.

Ungewissheit bleibt

Trotz der positiven Nachrichten sind die Papiere weiterhin hochspekulativ und deshalb nur etwas für Zocker. Dem Konzern droht nach wie vor die Zerschlagung.

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