Stada
- Martin Mrowka - Redakteur

Stada-Aktie springt nach neuer Offerte auf Rekordhoch

Steil nach oben ging es am Mittwochmorgen für die Stada-Aktie. Der Bad Vilbeler Arzneimittelhersteller hat einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit seinen neuen Mehrheitseigentümern Bain und Cinven geschlossen, heißt es in einer Mitteilung von Dienstag-Abend.

Die Haupteigner wollen, dass die übrigen Stada-Aktionäre samt dem Investor Paul Singer dem Vertrag zustimmen und bieten den Anteilseignern für jeden ihrer Anteilsscheine nun 74,40 Euro in bar. Das entspricht genau dem Preis, den Singer und sein Hedgefonds Elliott gefordert hatten. Bain und Cinven halten bisher 64,5 Prozent an Stada, Singer mehr als 15 Prozent.

HV soll den Vertrag abnicken

Nun hält sich die Stada-Aktie aber schon seit Tagen über der 80-Euro-Marke, das neue Angebot könnte also noch aufgestockt werden. Und genau darauf spekuliert nun die Börse. "Am Markt setzt man auf ein deutlich höheres Angebot", sagte ein Händler. Singer könne mit Blick auf Stada-Kurse über 80 Euro und angesichts der für den Beherrschungsvertrag notwendigen Mehrheit von 75 Prozent auf der Hauptversammlung den Druck auf die Großaktionäre erhöhen, ihr Angebot nach oben zu schrauben.

Das außerordentliche Aktionärstreffen soll nun am 2. Februar 2018 in Frankfurt stattfinden. Wenn Bain und Cinven die notwendige Mehrheit zusammenbekommen, können sie künftig auf die Kasse des MDAX-Konzerns zugreifen. Diejenigen Aktionäre, die ihre Stada-Aktien behalten, sollen dem Vertrag zufolge eine jährliche Ausgleichszahlung von 3,82 Euro brutto bekommen.

Stada-Aktie klettert auf über 89 Euro

Die Haupteigner müssten also noch deutlich tiefer als geplant in ihre Kassen greifen. Die Stada-Aktie springt zeitweise auf ein neues Rekordhoch bei 89,30 Euro - im Xetra-Handel ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber Dienstag. Wer Stada-Aktien noch im Depot hat, kann sich freuen. Für alle anderen dürfte es zu spät sein: Noch höher werden die Kurse kaum steigen.

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