Square
- Nikolas Kessler - Redakteur

Square: CFO geht – Empfehlung ausgestoppt!

Die Aktie von Square ist seit Mittwoch unter Druck. Schuld daran ist nicht nur der allgemeine Abverkauf am US-Aktienmarkt, sondern auch ein bevorstehender Personalwechsel im Top-Management.

Wie Square am Mittwoch mitteilte, wird Finanzvorstand Sarah Friar das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, um CEO des Social-Media-Start-ups Nextdoor zu werden. Neben der offiziellen Unternehmensmitteilung hat sich Square-Chef Jack Dorsey bei Twitter auch mit persönlichen Worten zum Weggang seiner langjährigen Weggefährtin geäußert.

Friar ist bereits seit 2012 bei Square und hat als CFO neben dem Börsengang im Jahr 2015 zahlreiche operative Meilensteine mitgestaltet – vor allem die Entwicklung des Unternehmens von einem Hardware-Anbieter zu einem breit aufgestellten Payment-Anbieter mit einem kompletten Ökosystem an Produkten und Diensten.

Da CEO Dorsey parallel auch den Kurznachrichtendienst Twitter leitet, dürfte Friars Einfluss auf die operativen Geschäfte noch größer sein, als für einen CFO üblich. Beobachter beschreiben die Rollenverteilung so: Dorsey sei für die Visionen zuständig, Friar für deren Umsetzung.

Suche nach Nachfolger läuft

Analysten in den USA werten den Abgang daher als schweren Schlag für das Unternehmen. Speziell die Bullen unter ihnen trösten sich jedoch damit, dass die Suche nach einem Nachfolger in guten Händen ist: Verwaltungsratsmitglied David Vinair, selbst ehemaliger Finanzvorstand von Goldman Sachs, wird die Suche nach einem neuen CFO leiten. Peter Christiansen von der Citigroup etwa rechnet mit einer externen Lösung mit einschlägiger Erfahrung in Sachen M&A und/oder Regulierung.

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird Friar noch bis Dezember im Amt bleiben und auch gemeinsam mit Dorsey am 7. November noch den Zwischenbericht für das dritte Quartal  präsentieren.

Aktie ausgestoppt!

Der bevorstehende Abschied belastet die Aktie von Square zusätzlich zum turbulenten Gesamtmarkt. Am Donnerstag sackt der Kurs zu US-Handelsstart um weitere sechs Prozent ab. Damit trübt sich das Chartbild weiter ein – der mittelfristige Aufwärtstrend wurde dabei gerissen. Auch der Stoppkurs des AKTIONÄR bei 70 Euro wurde unterschritten. Wegen der unverändert starken operativen Aussichten bleibt die Aktie jedoch auf der Watchlist.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Börsen.Briefing. | 0 Kommentare

Wirecard-Aktie: Darum ist sie heute so schwach

Der Bankensektor an der Wall Street musste gestern heftige Verluste hinnehmen. Betroffen vom Ausverkauf waren jedoch nicht nur Banken. Auch Unternehmen der FinTech-Szene wurden deutlich niedriger bewertet. Zweistellige Verluste etwa sah man bei Square. Paypal büßten 4,31 Prozent ein. Selbst das … mehr