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- Benedikt Kaufmann

Sony überholt Facebook um Längen!

Das Sony Virtual-Reality Headset „Playstation VR“ ist bereits weltweit ausverkauft. Und das obwohl bisher kein Kunde die am 13. Oktober erscheinende VR-Brille testen konnte. „Es könnte unser größter Durchbruch seit der Playstation werden“, sagte Shuhei Yoshida, Geschäftsführer von Sonys Spielesektor.

Enorme Preisvorteile

Was die Playstation VR zu einem solchen Erfolg machen könnte ist zuallererst ihr Preis. Mit 399 Euro ist sie im Vergleich zu bereits auf dem Markt erhältlichen Produkten wie der Oculus Rift und der HTC Vive rund 400 Euro billiger. Viele Gamer sind nicht bereit für eine virtuelle Erweiterung ihres Spielerlebnisses so viel aufzuwenden. Zusätzlich zu den Head-Mounted-Displays (HMD) wird außerdem ein VR-fähiger Rechner benötigt, der noch einmal mit circa 1200 Euro zu Buche schlägt. Hier kann Sony als Konsolenhersteller auf eigene Synergien zurückgreifen. Die bereits in mehr als 40 Millionen Haushalten stehende Playstation 4 lässt sich ohne Probleme mit der VR-Brille erweitern. Selbst ein kompletter Neukauf von Konsole + Headset + Kamera würde den VR-Enthusiasten nur 800 Euro kosten.

Starke Verkaufszahlen erwartet

Auch wenn Sony sein HMD Monate nach der Konkurrenz herausbringt, erwarten Analysten von Goldman Sachs, dass 2016 mindestens 1,5 Millionen Exemplare verkauft werden. Für das darauffolgende Jahr soll es den Japaners gelingen bis zu drei Millionen Playstation VR abzusetzen. Das ist sechsmal so viel wie von Facebooks Oculus Rift erwartet wird. Sony selbst rechnet noch 2016 mit zwei Millionen verkauften Exemplaren. Der Markt für VR-Brillen ist gewaltig. Für Deutschland prognostiziert die Trendstudie von Deloitte einen Umsatz von voraussichtlich 158 Millionen Euro in diesem Jahr. Bis 2020 könnte den Marktbeobachtern zufolge allein in Deutschland ein Umsatz von einer Milliarde Euro gemacht werden. "Für eine neue Technologie ist dies ein auffallend starkes Wachstum", sagte Klaus Böhm von Deloitte.

Neues Mehrjahreshoch in Aussicht

So einig sind sich Analysten selten. Von 27 Analysten die in letzter Zeit Sony coverten geben 78 Prozent eine Kaufempfehlung ab. Kein Wunder! Das Papier konnte seit seinem Jahrestiefstand von 17,42 Euro Mitte Februar rund 65 Prozent zulegen. Wenn Sony mit der Playstation VR den erwarteten Coup landet, kann das Mehrjahreshoch von 30,24 Euro spielerisch durchbrochen werden und die Aktie kann das Ziel von 35 Euro erreichen.

Sony der AKTIONÄR-Top-Tipp-Konservativ aus Ausgabe 29/16 ist weiter auf Kurs! Lesen sie den kompletten Artikel hier.

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