SMA Solar Technology
- Michel Doepke - Volontär

SMA Solar: Internationaler Druck – Prognose bekräftigt!

Der deutsche Solar-Konzern SMA Solar bestätigt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Auch die Halbjahreszahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Dennoch geht der derzeitige Preisdruck der Branche nicht spurlos an SMA vorbei – ein US-Werk wird geschlossen.

Starke Zahlen

Sowohl der Umsatzanstieg auf 494,1 Millionen Euro als auch das positive operative Ergebnis in Höhe von 39,3 Millionen Euro zeigen die signifikante Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2015 musste dagegen ein negatives EBIT von minus 14,9 Millionen Euro ausgewiesen werden. An der Jahresprognose hält der Vorstand weiter fest. Das Management geht von einer starken zweiten Jahreshälfte bei SMA Solar aus. Das Jahres-EBIT soll sich weiterhin auf 80 bis 120 Millionen Euro belaufen – trotz der kriselnden Solarbranche.

Vorstand reagiert auf globale Probleme

Um dauerhaft dem internationalen Preisdruck standzuhalten, hat die Chefetage von SMA Solar die Schließung von zwei Produktionsstandorten beschlossen. Es betrifft die Werke in Denver (USA) und Kapstadt (Südafrika). Diese Maßnahmen dienen in erster Linie dazu, die Gewinnschwelle weiter zu reduzieren und die Produktion in Deutschland und China zukünftig besser auszulasten. Zudem ist SMA bestrebt, weitere Investitionen in die Technologieentwicklung zu tätigen. Dadurch soll die Marktposition gestärkt werden.

Anleger reagieren positiv

Im vorbörslichen Handel können die Papiere des TecDAX-Titels zulegen. Durch einen negativen Analystenkommentar aus dem Hause Warburg und schlechten Branchennachrichten aus den USA war die Aktie an den letzten Handelstagen stark unter Druck geraten. Angesichts der guten Zahlen und der beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen scheint SMA Solar gut gerüstet für die aktuelle Branchenkrise.

Neueinschätzung

Das deutsche Solar-Unternehmen stellt die Weichen für die Zukunft, um nachhaltig dem Preis- und Innovationsdruck standzuhalten. Die Kaufempfehlung vom AKTIONÄR bei 40,00 Euro je Anteil wurde gestern bei 37,00 Euro ausgestoppt. Vor einem Neueinstieg sollte eine klare charttechnische Trendwende abgewartet werden.

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