Sixt
- Michael Schröder - Redakteur

Sixt geht wieder auf die Überholspur: Darum sollten Anleger jetzt von den Stämmen auf die Vorzüge wechseln

Der Sixt-Motor läuft. Der Pullacher Mobilitätsdienstleister expandiert und wird dennoch immer profitabler. Nach den vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr wechselt die Aktie wieder auf die Überholspur. Sollten Anleger bei Sixt von den Stämmen auf die Vorzüge wechseln?

Sixt beherrscht das in der Branche wichtige Flottenmanagement aus dem Effeff und vereint alles, was einen modernen Konzern ausmacht: ständige Verfügbarkeit, hohe Qualität, günstige Preise und digitale Bezahlmöglichkeiten. Das belegen die jüngsten Zahlen einmal mehr. Vorstandschef Erich Sixt hatte einen "deutlich steigenden Vorsteuergewinn" in Aussicht gestellt. In der Meldung des Unternehmens ist nun von einem "herausragenden Ergebnis" die Rede. Das Vorsteuerergebnis wuchs 2017 auf Basis vorläufiger Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um fast 31 Prozent auf 285 Millionen Euro. Der Anstieg hat aus einem kräftigen Wachstum des operativen Konzernumsatzes, verbunden mit einer erheblichen Verbesserung des Ergebnisses im Geschäftsbereich Autovermietung sowohl im Inland als auch im Ausland resultiert. Der operative Umsatz wuchs um knapp neun Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. Hier gehen die Umsätze aus Vermiet- und Leasinggeschäft ein, nicht aber die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge.

Der Autovermieter Sixt will nach dem Verkauf der Anteile am Carsharing-Dienst DriveNow für 209 Millionen Euro an den Partner BMW aufdrehen. Die Gesellschaft arbeitet dem Vernehmen nach an einer eigenen Plattform, über die der Kunde Autos für jede Gelegenheit mieten kann, auf Fahrzeuge von Drittanbietern oder private Pkw. Zudem wird am Kapitalmarkt spekuliert, ob Sixt mit den Sondereinnahmen ein Aktienrückkaufprogramm startet oder eine Sonderdividende ausschüttet. Große Erwartungen hat Sixt zudem an seine Expansion in den USA. Auch den chinesischen Markt nimmt der Autovermieter bereits ins Visier.

Die im SDAX notierten Sixt-Stammaktien sollten daher weiter Kurs auf das im Januar erreichte Rekordhoch von 86,75 Euro nehmen.

Für Anleger könnte sich aber auch ein Blick auf die Vorzugsaktien lohnen. Achtung: Anders als die Sixt-Stammaktien sind die Vorzüge nicht im SDAX notiert. Die Vorzugsaktien hinken den im Auswahlindex notierten Stämmen hinterher und werden derzeit aber mit einem historisch hohen Abschlag von rund 30 Prozent gehandelt. Dabei erhalten die Vorzugsaktionäre sogar eine etwas höhere Dividende.

 

Passend dazu haben die Analysten der Berenberg-Bank ihr Ziel für die Vorzugsaktien von 44 auf 70,70 Euro angehoben. Die Experten von Hauck & Aufhäuser sehen die Papiere sogar erst bei 86 Euro fair bewertet. DER AKTIONÄR favorisiert derzeit ebenfalls die Vorzugsaktien, die beflügelt von den frischen Daten nun Kurs auf die 60-Euro-Marke und mehr nehmen sollten.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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