Silber
- Markus Bußler - Redakteur

Silber: Es ist nur noch eine Frage der Zeit

Silber steigt im Windschatten von Gold. Doch noch kaum einer schenkt dem Edelmetall an der Börse Aufmerksamkeit. Dabei klettert die physische Investmentnachfrage immer weiter. Im vergangenen Jahr haben die Verkäufe von Silberanlagemünzen zu einer Unze ein neues Allzeithoch erreicht. Und der Trend hält an.

U.S. Mint hat im vergangenen Jahr knapp 42,7 Millionen American Silver Eagles verkauft. Das berichtete die Internetseite goldseiten.de gestern. Der Absatz kletterte im Vergleich zu 2012 um 26 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit erstmaliger Prägung der Anlagemünze im Jahr 1986. Auch die Verkäufe des Wiener Philharmonikers in Silber kletterten um 62 Prozent, die des kanadischen Silver Maple Leaf um 60 Prozent. Der Trend setzt sich auch im laufenden Jahr fort. So wechselten seit Beginn des Jahres bereits mehr als 6,5 Millionen American-Eagle-Silbermünzen den Besitzer. Insgesamt, so Michael DiRienzo, Geschäftsführer des Silver Institute, werde von den Händlern ein erhöhter Appetit vonseiten der Investoren nach physischem Silber in Form von Münzen und Barren gemeldet.

Auf Dauer wird sich auch der Silberpreis nicht von der physischen Nachfrage abkoppeln können. Sprich: Die hohe Investment-Nachfrage sollte selbst bei einer nahezu konstanten Industrienachfrage für steigende Kurse bei Silber sorgen. Zudem verzeichnen auch die physisch hinterlegten Silber-ETFs wieder Zuflüsse. Silber hat im vergangenen Jahr noch mehr an Wert verloren als Gold, hat jetzt aber die Chance, diese Verluste aufzuholen. Auch Silberminenaktien locken derzeit mit einem guten Chance/Risiko-Verhältnis. Konservative Anleger setzen auf Branchengrößen wie Silver Wheaton. In der zweiten Reihe gehört das Papier von Silvercrest zu den Favoriten des AKTIONÄRs. Nach der gestern bekannt gegeben Kapitalerhöhung bietet sich für Anleger ein attraktives Einstiegsniveau.

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