Silber
- Markus Bußler - Redakteur

Silber: Das Ende der Rallye?

Die Edelmetalle haben am Montag deutlich korrigiert. Und fast alle sind sich sicher: Das ist der Auftakt zu einer größeren Konsolidierung. Diese ist angesichts der starken Rallye, der sich eintrübenden COT-Daten und einer kurzfristig überkauften Situation auch logisch. Oder etwa doch nicht? Ein genauer Blick auf den Silberpreis.

Obwohl sich sowohl Gold als auch Silber vom Tief weg in etwa gleichen prozentualen Schritten bewegt haben, scheint die Goldrallye auf den ersten Blick stärker zu sein. Das liegt sicherlich daran, dass Gold bereits Kurs auf das Jahreshoch aus dem vergangenen Jahr nimmt, während Silber zunächst einmal die 200-Tage-Linie überwinden musste. Dennoch: Silber bietet für Charttechniker ein wesentlich klareres Setup mit deutlicheren Marken zum Handeln als der Goldpreis.

Unterstützungen halten

Auf den ersten Blick scheint klar: Nach der Rallye ist eine Korrektur überfällig. Und Montag dürfte nur der Auftakt gewesen sein. Doch an der Stelle würde ich die Bullen davor warnen, jetzt die Flinte ins Korn zu werfen oder gar short zu gehen. Das Short-Szenario erscheint auf den ersten Blick etwas zu klar zu sein. Und ein genauerer Blick zeigt: Bislang wurde noch keine wichtige Unterstützung verletzt. Die Bullen haben hier die Chance, alle zu überraschen.

Am Montag traf der Silberpreis gerade einmal die obere Begrenzung unserer Unterstützungszone – und prallte dort ab. Die Aufregung und die sofort kippende Stimmung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Noch ist absolut nichts verloren. Und das eine größere Korrektur praktisch bei jedem Analysten/Finanzredakteur beschlossene Sache ist, lässt mich noch einmal meinen Rat wiederholen: Handeln Sie Marken, kein Bauchgefühl.

Im konkreten Fall heißt dies: Solange der Silberpreis über unserer Schlüsselunterstützung bei 17,40/17,38 Dollar notiert, bleiben die Bullen am Drücker und die Chancen auf deutlich höhere Kurse stehen nach wie vor gut. Unser Kursziel für das laufende Jahr bei 21 bis 23 Dollar würde aber selbst bei einem Rutsch unter 17,40 Dollar nicht ins Wanken geraten. In dem Fall müssten wir aber wohl einen Umweg über Kurse unter 17 Dollar gehen müssen. Solange das Juli-Tief nicht mehr unterschritten wird, bleibt das bullishe Szenario intakt.

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