Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Was läuft da mit Gazprom?

Die Siemens-Aktie bewegt sich nach wie vor knapp unterhalb der 100-Euro-Marke. Der langwierige Umbau und die anhaltenden Probleme in der kriselnden Kraftwerksparte verhindern weiter, dass die Aktie wieder nach oben klettert. Neues gibt es nun aus Russland, dort könnte es zu einem Deal mit dem Erdgasriesen Gazprom kommen.

Konkret geht es um das russische Joint Venture für Kraftwerksturbinen. Siemens hält bislang 65 Prozent an dem JV, Partner ist das Unternehmen Power Machines des TUI-Großaktionärs Alexei Mordaschow. Doch Mordaschow hatte bereits im vergangenen Frühjahr angedeutet, dass ein Ausstieg möglich sei. Seine Meinung: Das Joint Venture bringe zu wenig Nutzen, aber viele Probleme. Power Machines war wegen der Turbinenlieferung auf die Krim auf die Sanktionsliste der USA gesetzt worden.

Siemens selbst war von den USA nicht belangt worden, da man nach eigener Aussage vom Handelspartner Technopromexport getäuscht worden war. Nun könnte der DAX-Konzern laut der russischen Zeitung Kommersant den 35-Prozent-Anteil von Power Machines übernehmen und anschließend die Gazprom Energoholding ins Boot holen. Der Vorteil: Gazprom könnte als Auftragsgarant für die Modernisierung alter Wärmekraftwerke dienen.

Abwarten

Ein neuer Partner, der Aufträge für das schwächelnde Kraftwerksgeschäft bringt, wäre positiv zu werten. Es bleibt aber abwarten, wie sich die Situation in Russland tatsächlich entwickelt. So oder so: Aktuell fehlen der Siemens-Aktie nach wie vor die Impulse, um einen Neueinstieg zu rechtfertigen.

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