Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: So soll die Rettung gelingen

Der Umbau bei Siemens schreitet nach wie vor nur langsam voran. Vor allem bei der Zugfusion herrscht Ungewissheit. Um die EU zum Einlenken zu bringen, wollen der DAX-Konzern und der französische Partner Alstom den Wettbewerbshütern entgegenkommen. Das könnte allerdings den Sinn des Zusammenschlusses in Frage stellen.

Am Mittwoch teilten Siemens und Alstom mit, dass der EU-Kommission Zugeständnisse gemacht wurden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen demnach vor allem Aktivitäten im Bereich Signaltechnik aber auch Schienenfahrzeuge. Beide Unternehmen nannten das Paket „angemessen“. Es gebe jedoch keine Gewähr, dass die Maßnahmen ausreichen, um die Bedenken der Kommission auszuräumen. Das Problem: Zu starke Zugeständnisse können dafür sorgen, dass die Fusion wirtschaftlich nicht mehr tragfähig ist.

Bis 18. Februar 2019 soll die Entscheidung der Behörde fallen. Allerdings erkennt die EU die Argumentation von Siemens und Alstom nicht an, dass lediglich ein starker europäischer Champion in der Lage ist, dem chinesischen Weltmarktführer CRRC Paroli zu bieten. Bislang ist CRRC in Europa noch schwach vertreten. Doch auf lange Sicht wird Siemens eigenständig kaum wettbewerbsfähig bleiben. Eine Fusion wäre deshalb zu begrüßen.

Halteposition

CRRC wird nach Europa kommen. Experten und Unternehmen sind sich einig, dass die Chinesen ein harter Wettbewerber für Siemens sind. Nur die EU mag das nicht anerkennen, obwohl Europa einmal mehr droht, den technologischen Vorsprung endgültig zu verspielen. Es bleibt spannend, wie die Entscheidung ausfällt. Bei Siemens gibt es aktuell zu viele Baustellen, die Aktie kommt nicht in Fahrt. Stopp bei 95 Euro beachten!

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