Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Das bedeuten die Zahlen wirklich

Die Aktie von Siemens steht seit Wochen unter deutlichem Verkaufsdruck. Die Krim-Krise, Probleme bei der Windkrafttochter Gamesa und schwache Zahlen drücken auf die Stimmung. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse haben die Analysten den DAX-Titel erneut unter die Lupe genommen. Das Urteil fällt insgesamt positiv aus.

Trotz des Margendrucks durch das neu formierte Windgeschäft Siemens Gamesa und die Übernahme von Mentor Graphics habe sich der Gewinn im Industriegeschäft verbessert, so Analyst Firdaus Ibrahim von S&P Global. Allerdings habe die Umsatzentwicklung ein wenig enttäuscht. Der Experte hat Siemens wegen der schwachen Kursentwicklung von „Buy“ auf „Strong Buy“ hochgestuft, den fairen Wert aber von 155 auf 145 Euro gesenkt.

Deutsche-Bank-Analyst Gael de-Bray fügte an, dass der Auftragseingang im dritten Quartal schwach gewesen sei. Für das Gesamtjahr peilt Siemens aber weiter moderates Wachstum an. Das Kursziel liegt deshalb bei 127 Euro, das Votum lautet „Hold“.

Schwieriges Bild

DER AKTIONÄR bleibt dabei: Langfristig ist Siemens glänzend aufgestellt. Die Zugfusion und der Healthineers-Börsengang machen Sinn und die Industrie 4.0 dürfte die Geschäfte künftig antreiben. Kurzfristig ist die Situation aber schwierig. Das ohnehin angeschlagene Chartbild ist nach den Zahlen weiter unter Druck geraten. Neueinsteiger sollten deshalb eine Trendwende abwarten. Investierte Anleger beachten den Stoppkurs bei 100 Euro.

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