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- Maximilian Völkl

Siemens: Milliardenauftrag futsch – na und?

Erste Gerüchte gab es bereits am Mittwoch. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass Siemens einen großen Teil des potenziellen Milliardenauftrags im Irak dem Erzrivalen General Electric überlassen muss. Für die angeschlagene Kraftwerkssparte ist das ein herber Rückschlag.

Der Auftrag im Irak dürfte ein Volumen von 13 bis 15 Milliarden Euro haben. Für die Auslastung in der Krisensparte wäre ein Zuschlag entsprechend wichtig gewesen. Nun erscheint es aber unwahrscheinlich, dass Siemens wie erhofft mit einem Gesamtkonzept zum Zuge kommt – und den Irak bei der Entwicklung und dem Ausbau des Stromnetzes komplett unterstützen wird. Aufgrund der Intervention der Trump-Regierung dürfte GE jetzt am längeren Hebel sitzen.

Anleger sollten deshalb aber nicht in Panik verfallen. Einerseits ist aufgrund der hohen politischen Unsicherheit noch nicht einmal abschließend gesichert, ob der Auftrag letztlich überhaupt realisiert wird. Andererseits dürften weder Siemens noch GE viel Geld im Irak verdienen. Bereits jetzt ist der Preiskampf in der Branche enorm, bei einem Großauftrag müssten zudem weitere Zugeständnisse gemacht werden.

Halteposition

Zur Auslastung der Kapazitäten wäre der Irak-Auftrag durchaus erfreulich, ebenso für das Image und die Arbeitsplatzsicherung. Doch der Einfluss auf die Kursentwicklung sollte aufgrund der niedrigen Margenaussicht begrenzt sein. Wichtiger ist der laufende Konzernumbau. Hier macht Siemens Fortschritte und bleibt langfristig attraktiv. Aufgrund des angeschlagenen Chartbilds sollten Neueinsteiger aber ein neues Kaufsignal abwarten. Wer investiert ist, beachtet den Stopp bei 95 Euro.

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