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- Maximilian Völkl

Siemens: Healthineers-IPO – Die Katze ist aus dem Sack

Siemens treibt die Abspaltung seiner Medizintechniksparte konsequent voran. Der Aufsichtsrat hat am Mittwoch beschlossen, dass die Tochter Healthineers in Frankfurt an die Börse kommt. Das ist keine Überraschung mehr, für die Deutsche Börse steht damit aber der größte Börsengang seit der Deutschen Telekom an.

„Als hochliquider Handelsplatz ist Frankfurt attraktiv für Investoren aus der ganzen Welt“, sagte der für die Medizintechnik zuständige Siemens-Vorstand Michael Sen. Ursprünglich wurde auch mit einer Notierung in den USA geliebäugelt. Diese scheiterte aber unter anderem auch am Widerstand der Arbeitnehmervertreter. Durch den Börsengang soll Healthineers künftig mehr unternehmerische Flexibilität und Zugang zum Kapitalmarkt bekommen, so Sen.

Noch keine Angaben wurden zum Volumen des Börsengangs gemacht. Klar ist lediglich, dass Siemens zwar Kasse machen will, aber weiterhin die Mehrheit an Healthineers behalten wird. Bei einer Platzierung von 15 bis 25 Prozent des Kapitals dürfte das IPO rund fünf bis zehn Milliarden Euro einspielen – insgesamt wird die Medizintechnik auf bis zu 40 Milliarden Euro geschätzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Sparte 14,2 Milliarden Euro Umsatz und erwirtschaftete dabei eine starke Rendite von 18,1 Prozent – damit ist Healthineers die zweitprofitabelste Sparte von Siemens nach der Digitalen Fabrik.

Basisinvestment

Die Pläne für Healthineers werden konkreter. Der Börsengang der lukrativen Sparte dürfte ein Erfolg werden und auch die Siemens-Aktie antreiben. Mit der Restrukturierung ist der DAX-Konzern auf dem richtigen Weg. Siemens ist gut gerüstet für die neue Industriewelt und bleibt ein Basisinvestment für konservative Anleger.

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