Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Die Aktie ist unterbewertet

Die Performance der Siemens-Aktie war zuletzt eher enttäuschend. Nach wie vor hängt der DAX-Titel in der langfristigen Seitwärtsbewegung fest. Künftig soll der Umbau des Industriekonzerns aber Früchte tragen und auch wieder für steigende Kurse sorgen. Konzernchef Joe Kaeser stellt eine Unterbewertung fest.

In der Passauer Neuen Presse stellt CEO Kaeser eine einfache Rechnung an. Derzeit sei Siemens rund 92 Milliarden Euro wert. Ziehe man die börsennotierten Töchter Healthnieers mit knapp 40 Milliarden Euro und Gamesa mit gut acht Milliarden Euro ab, läge der Wert des restlichen Geschäfts bei knapp 45 Milliarden, so Kaeser. „Verglichen mit unseren Wettbewerbern tut sich hier eine Lücke von bis zu 20 Milliarden Euro auf“, sagte der Siemens-Chef. „Unser Ziel ist es, dieses Potenzial zu heben.“

Ganz so einfach wie Kaeser es darstellt ist die Rechnung nicht: Siemens hält an Healthineers lediglich 85 Prozent und an Gamesa nur 59 Prozent. Statt 48 Milliarden Euro sind die Beteiligungen damit lediglich etwa 38 Milliarden Euro wert. Dennoch scheint Siemens auf dem aktuellen Niveau unterbewertet. Alleine die Gewinnperle Digital Factory wäre eigenständig an der Börse beispielsweise sehr gefragt.

An Bord bleiben

DER AKTIONÄR hält die Siemens-Aktie nach wie vor für attraktiv. Die Strategie, den einzelnen Sparten mehr Freiheit zu gewähren, macht Sinn und dürfte den Wert des Konzerns künftig steigen lassen. Anleger bleiben beim Basisinvestment an Bord.

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