Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens vor Milliarden-Deal - diese Reise hat sich gelohnt

Trotz der öffentlichen Kritik ist Siemens-Chef am Montag zu einer Konferenz nach Saudi-Arabien gereist. Doch das Risiko scheint sich auszuzahlen. Der saudische Ölgigant Saudi Aramco hat bekannt gegeben, dass zahlreiche Absichtserklärungen und Verträge unterzeichnet wurden. Und auch Siemens soll unter den beteiligten Firmen sein.

Nach eigenen Angaben beträgt das Volumen der anstehenden Deals bei Saudi Aramco 27,5 Milliarden Dollar. Siemens bestätigte, dass Absichtserklärungen unterzeichnet wurden. Über die Höhe der Aufträge oder deren konkreten Inhalt wurde nichts bekannt. Es handle sich auch noch nicht um fertige Verträge.

Für Siemens hat sich die moralisch umstrittene Reise nach Saudi-Arabien damit gelohnt. Ohnehin sind die Verbindungen in das Ölland für den Industriekonzern sehr wichtig. Bis 2030 erhofft sich Siemens Chancen auf Aufträge im Wert von 30 Milliarden Dollar. Aktuell ist man am Bau eines Gaskraftwerks und der neuen U-Bahn in der Hauptstadt Riad beteiligt.

Unveränderte Lage

Die Siemens-Aktie notiert nach wie vor knapp oberhalb der 100-Euro-Marke. Saudische Milliardenaufträge würden neue Impulse bringen. Langfristig versprechen zudem vor allem Digitale Fabrik, intelligente Infrastruktur und die Medizintechniktochter viel Fantasie. Doch die Kraftwerkskrise belastet und bremst aktuell das Wachstum. Der DAX-Titel bleibt deshalb eine Halteposition mit Stopp bei 95 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Der Grund für den Erfolg

Durch den Umbau wird das Industriekonglomerat Siemens mehr und mehr aufgeweicht. Kritiker befürchten, dass dabei der starke Markenkern und die Identifikation von Arbeitnehmer und Kunden mit der deutschen Ikone verloren gehen. Teilweise wird die Auftrennung aber weniger radikal als befürchtet. Vor … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Keine Panik – die Zukunft ist gesichert

Digitale Industrien stehen bei der „Vision 2020+“ von Siemens im Mittelpunkt. Der DAX-Konzern will damit die Krise bei den Kraftwerken, die jahrelang für stabile Gewinne gesorgt haben, ausgleichen. Und der Plan könnte durchaus aufgehen: Denn das Geschäft mit vernetzten und intelligenten Maschinen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: So funktioniert Wachstum!

Nach dem Umbau setzt Siemens neben der Digitalen Fabrik künftig vor allem auf den Bereich Smart Infrastructure. Hier werden Gebäudetechnik und Energiemanagement gebündelt. Die Sparte gilt als sehr zukunftsträchtig und soll bis zu 15 Prozent Umsatzrendite bringen. Geführt wird sie von Matthias … mehr