Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Das ist noch lange nicht vorbei

Und täglich grüßt das Murmeltier. Der Kampf um die Zugfusion von Siemens und Alstom geht in die nächste Runde. Deutsche und französische Politik versuchen nach wie vor mit Lobbyarbeit, den Zusammenschluss zu sichern. Doch die Skepsis bei der EU-Kommission konnte trotz aller Bemühungen noch immer nicht überwunden werden.

Vor allem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der französische Finanzminister Bruno Le Maire haben sich zuletzt mehrfach für den Deal ausgesprochen. „Alstom und Siemens werden keine weiteren Zugeständnisse machen, die die beiden Konzerne schwächen könnten“, legte Le Maire am Dienstag im französischen Senat nach. Seine Meinung ist klar: EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager soll ihre Bedenken beiseite legen und den Weg für den europäischen Zugchampion frei machen.

Zum Hintergrund: Siemens und Alstom wollen sich gegen den chinesischen Weltmarktführer CRRC rüsten, wenn dieser nach Europa expandiert. Noch ist CRRC hier aber kaum vertreten, weshalb Vestager dieses Argument nicht zählen lässt. „Um international konkurrenzfähig zu werden, braucht es Wettbewerb zu Hause“, wurde Vestager im Handelsblatt zitiert. Man müsse auf Chinas Politik strategischer Subventionen mit anderen Mitteln reagieren, etwa mit strengeren Regeln für Übernahmen.

Abwarten

Es ist zwar schwer nachvollziehbar, dass Vestager den staatlich unterstützten Weltmarktführer nicht als Wettbewerber anerkennt. Dennoch: Ein Scheitern der Fusion ist trotz aller politischer Unterstützung nicht unwahrscheinlich. So oder so: Bei der Siemens-Aktie fehlen nach wie vor die Impulse nach oben. Anleger warten weiter ab

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