Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Aktie auf Talfahrt – die Hintergründe!

Die Aktie von Siemens ist vor dem Feiertag deutlich unter Druck geraten. Die Sorge, dass das Kapital wieder dem Wettbewerber General Electric zufließt, sowie eine skeptische Analystenstimme haben den DAX-Titel auf den tiefsten Stand seit Mai gedrückt. Probleme könnte es vor allem bei der Gewinnentwicklung des Konzerns geben.

Im laufenden und im kommenden Jahr stehe Siemens nun eine Übergangszeit in Sachen Gewinndynamik bevor, so HSBC-Analyst Michael Hagmann in einer Branchenstudie. Sorge bereite vor allem das Strom- und Gasgeschäft. Aber auch in der "Digitalen Fabrik" zeichne sich ein Wechsel hin zu Produkten mit niedrigeren Marge ab. Langfristig biete die "Vision 2020+" aber nach wie vor viel Potenzial. Hagmann stuft die die Aktie von "Buy" auf "Hold" ab, das Kursziel lautet 123 Euro.

DER AKTIONÄR zeigt sich deutlich optimistischer. Durch die "Vision 2020+" mit drei operativen und drei strategischen Einheiten schafft Siemens neue Werte. Durch mehr Eigenständigkeit haben die einzelnen Bereiche einerseits bessere Wachstumsmöglichkeiten, andererseits dürfte sich der Konglomeratsabschlag verringern. Die neue Strategie sollte der Siemens-Aktie daher langfristig eine deutlich höhere Bewertung zugestehen.

Basisinvestment

Siemens bleibt trotz des Rücksetzers langfristig attraktiv. Auf dem aktuellen Kursniveau bietet sich für Anleger ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Investierte Anleger bleiben deshalb an Bord. Neueinsteiger können mit Käufen abwarten, bis die Aktie wieder die wichtige Chartmarke bei 108,50 Euro überspringt.

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