Shop Apotheke Europe
- Michel Doepke - Redakteur

Shop Apotheke Europe: Clevere Übernahme – starker Chart

Auf der Suche nach geeigneten Übernahmen ist die Shop Apotheke Europe in Berlin fündig geworden. Mit der nu3 GmbH, einem Spezialisten für funktionale Ernährungsprodukte und Superfoods, will sich die Online-Apotheke breiter aufstellen. Clever, denn damit lässt sich in Zukunft ein breiteres Kundenspektrum ansprechen. Finanziert wird die Akquisition aus den Erlösen einer Kapitalerhöhung sowie liquiden Mitteln.

Produktportfolio wird erweitert

Durch den Erwerb der nu3 GmbH baut die Shop Apotheke die Wertschöpfungskette und Positionierung in den europäischen Märkten aus. Laut der Pressemitteilung ergänzen sich die beiden Produktpaletten, sodass Cross-Selling-Potenziale erschließen lassen. nu3 bietet ein umfassendes Portfolio aus Naturkost- und Gesundheitsprodukten, Low-Carb-Lebensmittel und Sportnahrung mit namhaften Marken wie beispielsweise Almased und Yokebe.

Shop-Apotheke-CEO Michael Köhler erklärt: "Das Geschäft von nu3 ergänzt unser Sortiment für die Zielgruppe gesundheitsbewusster Kunden ideal und bietet uns die Möglichkeit, sowohl in Deutschland als auch in unseren jungen Märkten wie zum Beispiel Frankreich noch schneller und nachhaltig profitabel zu wachsen." Die Gründer von nu3 wie Dr. Robert Sünderhauf bleiben dem Unternehmen treu und wollen gemeinsam mit der Shop Apotheke Europe die Expansion forcieren. Darüber hinaus fungieren die Gründer zusammen mit der JAHR-Gruppe in Zukunft als Aktionär der Shop Apotheke Europe. Im Rahmen der Kapitalerhöhung plant die Online-Apotheke 54.470 neue Aktien auszugeben, ein Kaufpreis nannten die Gesellschaften nicht. nu3 hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro erzielt.

Vor Neueinstieg größeren Rücksetzer abwarten

Im Zuge der ersten Eckdaten zum ersten Halbjahr 2018 ist die Aktie der Shop Apotheke Europe angesprungen und über die breite Widerstandszone bei 45 Euro nach oben ausgebrochen. Generell ist der Zukauf positiv zu werten, kurzfristig könnte die Kapitalerhöhung belasten. DER AKTIONÄR hatte bereits mehrfach unter Kursen von 40 Euro zum Kauf geraten. Wer bei der "europäischen Wachstumsstory" den rollenden Zug verpasst hat, wartet auf einen Rücksetzer in den Bereich von 45 Euro.

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