Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Shell und BP: Keine Angst vor Trump

Wieder einmal hat der US-Präsident Donald Trump die OPEC-Staaten dazu aufgefordert, künftig wieder mehr Erdöl zu fördern. Doch anders als in der Vergangenheit hat sein Tweet den Ölpreisen nicht geschadet. Vielmehr hat gerade WTI-Öl seine Rallye fortgesetzt – sehr zur Freude von BP und Royal Dutch Shell.

Denn Trump dürfte bei den wichtigsten Förderstaaten mit seinen Forderungen wohl vorerst weiter auf Granit beißen. Die OPEC beharrt auf ihrer Förderdisziplin, welche die Ölpreise nach dem rapiden Ölpreisverfall im vergangenen Herbst wieder stabilisiert hat. Und genau an diesem hatte eine ähnliche Forderung Trumps entscheidenden Anteil gehabt.

So hatte er offenbar im Vorfeld schärferer Iran-Sanktionen Saudi-Arabien & Co dazu aufgefordert, die Ölproduktion auszuweiten, um den Markt ausreichend versorgen zu können. Schließlich wurde erwartet, dass der Iran als wichtiger Ölexporteur nahezu komplett wegfallen könnte. Doch die USA räumten dann vielen Abnehmern iranischen Erdöls zum Teil umfangreiche Ausnahmen ein, sodass kurzfristig ein erhebliches Überangebot am Ölmarkt entstand. Die Ölpreise brachen daraufhin ein. Daher ist vorerst kaum damit zu rechnen, dass die Förderstaaten auf Trump erneut „hereinfallen“ werden.

WTI auf neuem Hoch
Im heutigen Handel können die Ölpreise nun auch von den positiven Konjunkturdaten aus China profitieren. WTI-Öl ist nun auch wieder der Sprung über die Marke von 60 Dollar und damit auch auf ein neues Mehr-Monats-Hoch geglückt. Brent-Öl steht noch kurz vor dem Ausbruch. Insgesamt sieht das Chartbild aber derzeit bei beiden relativ bullish aus.

Von der robusten Ölpreisentwicklung profitieren natürlich die beiden Energieriesen Royal Dutch Shell und BP besonders. DER AKTIONÄR rät bei den beiden Dividendenperlen, für die auch der Brexit kein allzu großes Risiko darstellt, nach wie vor zum Kauf. Gerade BP bleibt auch aus charttechnischer Sicht sehr interessant.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Royal Dutch Shell.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Royal Dutch Shell und BP, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.

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