Total
- Thorsten Küfner - Redakteur

Shell-Konkurrent Total: Starkes Ergebnis und satte Dividende

Der französische Energiekonzern Total stemmt sich mit einer höheren Produktion und Sparmaßnahmen gegen den Ölpreisverfall. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank im ersten Quartal des laufenden Jahres zwar um mehr als ein Drittel auf 1,64 Milliarden US-Dollar, konnte aber positiv überraschen.

Denn der Überschuss lag dank eines robusten Raffinerie-Geschäfts damit aber noch immer deutlich über den Erwartungen von Analysten. Diese hatten im Schnitt 1,25 Milliarden Dollar prognostiziert. Mit einem Sparkurs inklusive eines Stellenabbaus kämpft Total schon länger gegen schmelzende Gewinne. Jetzt will der Konzern seine Investitionen unter 19 Milliarden Dollar drücken.

Dividende bleibt stattlich

Die Produktion hat Total wegen hoher Nachfrage nach Benzin und Schmierstoffen im ersten Quartal um vier Prozent erhöht. Die stark gesunkenen Preise ließen den Umsatz dennoch um mehr als ein Fünftel auf 32,8 Milliarden Dollar absacken. Unterm Strich blieben 1,6 (Vorjahr 2,7) Milliarden Dollar als Gewinn übrig. Die Dividende für das Quartal hält der Konzern im Vergleich zum Vorquartal wie erwartet stabil bei 0,61 Euro je Aktie. Für das Gesamtjahr würde sich damit eine Dividende von 2,44 Euro je Aktie errechnen, woraus sich eine Rendite von 5,5 Prozent ergibt.

Aktie bleibt attraktiv

Die Ergebnisse belegen einmal mehr, dass Total zu den Energieriesen zählt, die mit dem niedrigen Niveau der Öl- und Gaspreise am besten zurecht kommen. Der Top-Tipp Konservativ der Ausgabe 11/2016 bleibt daher ein Kauf. Der Stopp sollte bei 33,50 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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