Sberbank
- Fabian Strebin - Redakteur

Sberbank vor Mega-Kaufsignal: Hammer-Zahlen machen es möglich

Russland ist wieder zurück, zumindest was die Wirtschaft angeht. Nachdem im letzten Quartal 2016 nach zwei Jahren Rezession wieder ein Wachstum zu verzeichnen war, trumpfte das Land von April bis Juni mit einer Expansionsrate von 2,5 Prozent auf. Für das Gesamtjahr erwartet die Regierung einen Wert von zwei Prozent. Gut für die halbstaatliche Sberbank: Entsprechend lassen die Zahlen zum abgelaufenen Quartal mal wieder keinen Wunsch offen.

Der Nettogewinn der Sberbank stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27,6 Prozent auf 185,6 Milliarden Rubel (2,67 Milliarden Euro). Bezogen auf die Aktie legte der Gewinn um 26,3 Prozent auf 8,36 Rubel (0,12 Euro) zu. Größter Treiber war die deutliche Zunahme der Kredite an Unternehmen und Verbraucher. Das gesamte Kreditbuch erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 19 Billionen Rubel (273 Milliarden Euro). Damit profitiert der Konzern als größte Bank des Landes sehr stark von der wirtschaftlichen Erholung.

Die Sberbank erhöhte im vergangenen Quartal nicht nur den Gewinn. Auch wichtige Kennzahlen verbesserten sich weiter. Die Eigenkapitalquote stieg von 22,8 Prozent vor einem Jahr auf 24,8 Prozent. Weiterhin sehr diszipliniert ist die Bank bei den Kosten: Sie fielen um 4,5 Prozent. Dadurch verbesserte sich die Kostenquote merklich von 38,5 auf 33,5 Prozent.

Chance für Mutige

Die Sberbank hat erneut Top-Zahlen geliefert. DER AKTIONÄR erwartet aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung in Russland, dass der Trend beim Gewinnwachstum anhält.

Mit einem KGV von nur 6 ist die Aktie selbst für den günstigen russischen Markt niedrig bewertet. Der Mittelwert der Peergroup liegt bei 9. Ebenfalls positiv für Anleger ist die Dividendenrendite von 3,2 Prozent.

Beflügelt von den guten Zahlen steht die Notierung kurz vor dem Bruch des langfristigen Abwärtstrends bei 12,53 Dollar (10,64 Euro). Gelingt es, diese Hürde nachhaltig zu knacken, dann liegt der nächste Widerstand bei 13,31 Dollar (11,30 Euro). Eine Unterstützung befindet sich im Bereich von 12,44 Dollar (10,56 Euro). Die 200-Tage-Linie verläuft auf Höhe von 11,30 Dollar (9,60 Euro).

Bei der Sberbank besteht weiterhin eine Kaufchance, allerdings nur für mutige Anleger. Obwohl die Sberbank selbst kein Ölgeschäft betreibt, kommt die Aktie bei einem Abverkauf des russischen Marktes durch sinkende Ölpreise oft unter Druck. Das Kursziel liegt bei 15,00 Euro. Ein Stopp sollte bei 8,50 Euro gesetzt werden.

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