SAP
- Stefan Limmer - Redakteur

SAP setzt Rotstift an – Tausende Stellen in Gefahr?

Medienberichten des „Wall Street Journal“ und „PC World“ zufolge will SAP weltweit Stellen umschichten und teilweise streichen, demnach stehen Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. Der Kurs der DAX-Aktie hat sich zuletzt an einer horizontalen Unterstützung stabilisiert und dürfte nun wieder Stärke entwickeln.

Der Softwarekonzern dementierte mittlerweile die Berichte. "Tatsächlich werden wir Ende 2014 mehr Mitarbeiter beschäftigen als Anfang des Jahres", so ein Sprecher. Restrukturierungen in einigen Bereichen könnten aber nicht vermieden werden. Wie viele Stellen betroffen sein werden ist noch offen.

Kosten sollen sinken

Der demnächst alleinherrschende SAP-Co-Chef Bill McDermott hatte bereits im Februar angekündigt, das Unternehmen schlanker machen zu wollen. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hatte er im April Kosteneinsparungen erwähnt. Einfacher zu werden, bedeute aber nicht, "dass wir nur Kosten sparen, sondern vor allem die Dinge noch besser machen", so McDermott. An den Mitarbeitern wolle er nicht sparen.

Fokus auf Cloud-Geschäft

Der Softwarekonzern ist dabei, sein Angebot von fest installierter Software auf ein Cloud-basiertes Modell umzustellen, was Kosten verursacht und den Gewinn schmälert. Dass der Konzern sich damit auf dem richtigen Weg befindet, zeigten die jüngsten Zahlen. Im abgelaufenen Quartal zog das Wachstum der Cloud-Sparte um 32 Prozent auf 221 Millionen Euro an.

Dabeibleiben

Die SAP-Aktie scheint, wie schon im Februar und im März, im Bereich der 55-Euro-Marke nach oben zu drehen. Das nächste Kursziel liegt nun wieder bei 59 Euro. DER AKTIONÄR spekuliert mit Hebel auf steigende Kurse. Fundamental ist der Softwarekonzern mit dem Cloud-Geschäft und den Big-Data-Dienstleistungen optimal für die Zukunft aufgestellt. Mit einem KGV von 16 ist die DAX-Aktie zudem günstig bewertet.

(Mit Material von dpa-AFX)

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