SAP
- Maximilian Völkl

SAP-Aktie: Rote Laterne, aber...

Am Donnerstag ist die SAP-Aktie im frühen Handel der schwächste Wert im DAX. Für Anleger besteht aber kein Grund zur Sorge. Im Fokus stehen vielmehr die erfreulichen Zahlen des Wettbewerbers Salesforce, der nach mehreren Verlustquartalen in die Gewinnzone zurückgekehrt ist.

Die Ursache für das Kursminus bei SAP ist schnell gefunden. Die Aktie wird ex-Dividende gehandelt, der Abschlag von 1,10 Euro sorgt für ein Minus von rund 1,5 Prozent. Nach einer starken Handelswoche notiert der Software-Titel dennoch weiter klar oberhalb des Unterstützungsbereichs bei 65 Euro. Nach einer weitgehend harmonischen Hauptversammlung – Konzernchef Bill McDermott hat erneut Unterstützung für die zunehmende Verlagerung in Richtung Cloud-Geschäft erhalten – sorgen nun starke Zahlen des US-Rivalen Salesforce für Freude.

Salesforce ist die Nummer 1 im Cloud-Geschäft und damit ein guter Maßstab für die Aussichten in diesem Sektor. Nach sieben Verlustquartalen ist dem Konzern in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Auch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde angehoben. Zuletzt aufkommende Übernahmegerüchte wurden jedoch zumindest von SAP bereits dementiert. Laut McDermott sei Salesforce mit einem Börsenwert von 46 Milliarden Euro zu teuer.

Dabeibleiben

Trotz des Dividendenabschlags ist das Chartbild bei SAP weiterhin erfreulich. Nach wie vor ist das Allzeithoch aus dem April bei 70,81 Euro in Reichweite. In Zukunft sollte sich auch die zunehmende Konzentration auf das vielversprechende Cloud-Geschäft auszahlen. Investierte Anleger bleiben dabei und lassen die Gewinne laufen. Ein Stopp bei 54 Euro sichert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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