SAP
- Stefan Sommer - Volontär

SAP: Der nächste Abgang

Der scheidende SAP-Finanzchef Werner Brandt soll Aufsichtsratvorsitzender beim Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 werden. Nach dieser Nachricht des Softwarekonzerns hat die Schweizer Großbank UBS den Softwarekonzern erneut unter die Lupe genommen.

UBS-Analyst Michael Briest hat das Kursziel für SAP von 65 auf 62 gesenkt, aber seine Kaufempfehlung belassen. Der jüngste Wechsel im Management von Europas größtem Softwarehersteller überschattet die Fortschritte bei der Entwicklung neuer Produkte, schrieb der Analyst in einer Studie von Montag. Besonders der Weggang des Technikchefs Vishal Sikka beraube die SAP eines Innovators. Insgesamt wirke das Papier vor dem Hintergrund des europäischen Aktienmarkes aber sehr günstig.

Brandt ist nicht der einzige SAP-Vorstand, der demnächst das Management des Software-Konzerns verlässt. Vor kurzem hatte SAP-Technikchef Vishal Sikka aus persönlichen Gründen das Unternehmen verlassen. Nun will sich SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe zudem auf der Hauptversammlung in der kommenden Woche in den Aufsichtsrat wählen lassen. Was Snabe allerdings mit seiner überschüssigen Zeit anfängt, ist noch nicht bekannt. Bislang sitzt er unter anderem im Aufsichtsräten von Siemens sowie in den Verwaltungsräten von Bang & Olufsen und der Danske Bank.

SAP; Chart

Investiert bleiben

Die SAP-Aktie bleibt ein Top-Pick im Softwarebereich. Der Wechsel in der Vorstandsriege sollte nur kurz für Turbulenzen sorgen. Fundamental ist der Softwarekonzern mit dem Cloud-Geschäft und den Big-Data-Dienstleistungen optimal für die Zukunft aufgestellt. Mit einem KGV von 16 ist die DAX-Aktie zudem alles andere als zu teuer. Investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 49 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

SAP-Aktie: Das reicht noch nicht

Der Ausbruch lässt weiter auf sich warten. Am Montag zählt SAP zu den schwächeren Werten im DAX. Damit bewegt sich der Softwaretitel nach wie vor im Bereich von 77 Euro. Diese Marke bildet die untere Begrenzung des engen Seitwärtstrends, in dem die Aktie der Walldorfer inzwischen seit Mitte Juli … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Aktionärsbrief: SAP hängt Oracle ab

Der Aktionärsbrief erklärt, SAP ist im dritten Quartal des laufenden Jahres schneller gewachsen als der US-Wettbewerber Oracle. Dank eines starken Geschäfts mit Angeboten über die Cloud (Softwareprogramme, die über ein Netzwerk gemietet werden, anstatt wie herkömmlich gegen eine einmalige … mehr