Salzgitter
- Maximilian Völkl

Salzgitter: Prognose rauf, Aktie runter – das steckt dahinter

Die Entwicklung am Stahlmarkt ist aktuell sehr erfreulich. Der MDAX-Konzern Salzgitter hat am Donnerstagabend die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. In den ersten sechs Monaten hat der Stahlhersteller das beste Halbjahresergebnis seit 2011 erzielt. Die Aktie kommt dennoch unter Druck.

Nach vorläufigen Zahlen hat Salzgitter im ersten Halbjahr 2017 den Umsatz um 16,3 Prozent auf 4,62 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn vor Steuern hat sich sogar mehr als versechsfacht auf 100,2 Millionen Euro. Vor allem starke Ergebnisse in den Bereichen Flachstahl und Handel haben sich bezahlt gemacht. Beide Kennzahlen lagen allerdings etwas unter den Erwartungen.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung wurde die Ergebnisprognose angehoben. Salzgitter erwartet im Gesamtjahr nun Erlöse von etwa neun Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 150 bis 200 Millionen Euro – bislang wurden lediglich 125 bis 175 Millionen Euro angepeilt. Zudem soll die Rendite auf das eingesetzte Kapital spürbar über dem Vorjahreswert liegen.

Gewinne laufen lassen

Die Erholung der Stahlbranche macht sich auch im Aktienkurs von Salzgitter bemerkbar. Trotz des Rücksetzers heute zeigt der Trend in die richtige Richtung. Zudem steht die Konsolidierung in der Branche an. Von einer Fusion zwischen ThyssenKrupp und Tata würde Salzgitter stark profitieren. Anleger lassen die Gewinne laufen. Der Stoppkurs liegt nach wie vor bei 29 Euro.

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