Ryanair
- Jonas Lerch

Ryanair: Gewinnwarnung – Aktie im Sturzflug

Die Streikwelle sorgt für Turbulenzen beim Billigflieger. Ryanair kappt die Gewinnprognose – zusätzlich belasten erhöhte Treibstoffkosten. Die Aktie rauscht ins Minus und gibt eine wichtige Unterstützung auf.

Bereits seit Monaten streiken Flugbegleiter und Piloten von Ryanair in den Niederlanden, Belgien, Spanien und auch in Deutschland. Die massiven Flugausfälle aufgrund dieser Streikwelle – auch während der Ferienzeit – fordern jetzt ihren Tribut.

150 Millionen Euro

Ursprüngich rechnete die irische Fluggesellschaft mit einem bereinigten Betriebsgewinn von 1,25 bis 1,35 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2018/19. Diese Prognose wurde heute um zwölf Prozent auf 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro reduziert.

Als Grund nennt Ryanair einerseits Preissenkungen und geringere Buchungen in Folge der Streiks. Doch auch erhöhte Treibstoffkosten sorgen für die Gewinnwarnung. Der Billigflieger setzt hierfür jetzt 460 Millionen Euro an – 30 Millionen mehr als bislang erwartet.

 

Ryanair-Chart-Euro

Luft nach unten

Die Anleger zeigen sich heute erwartungsgemäß enttäuscht. Die Aktie bricht um acht Prozent ein und sackt damit unter die wichtige Marke bei 13 Euro. Diese konnte in den vergangenen Wochen immer wieder erfolgreich verteidigt werden. Die nächste Unterstützung bildet nun das Zwei-Jahres-Tief vom Oktober 2016 bei 11,00 Euro. DER AKTIONÄR rät Anlegern, hier nicht ins fallende Messer zu greifen. Zunächst muss die Billig-Airline durch neue Tarifverträge die Streikproblematik in den Griff bekommen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Easyjet: Besser als Lufthansa und Ryanair?

Die Zahl der Flugpassagiere klettert stetig: In Deutschland, in Europa und im Rest der Welt. Welche Airline davon am stärksten profitieren wird, ist nur schwer zu sagen. Relativ sicher dürfte aber zumindest eine britische Fluglinie ihre Fluggastzahlen sowie Umsätze und Gewinne weiter steigern: … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Bieterschlacht um Air Berlin – jetzt zugreifen?

Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl bietet für die insolvente Fluglinie Air Berlin nun 500 Millionen Euro. Die Aktie legt im Zuge der Meldung im frühen Handel um satte 14 Prozent zu. Einige Zocker setzen offenbar darauf, dass sich um Air Berlin eine regelrechte Bieterschlacht entwickelt. Lohnt sich … mehr