RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE und E.on: Versorger unter Druck – wie weit geht der Abverkauf?

In einem schwächeren Marktumfeld zählen die beiden Versorgeraktien RWE und E.on am Montag zu den schwächsten Titeln im DAX. Charttechnisch sind beide Titel massiv angeschlagen. Auch wenn die Analysten noch Potenzial sehen, sind sie doch mittlerweile deutlich pessimistischer.

Für die RWE-Aktie stehen nur noch  elf Kaufempfehlungen 15 Verkaufsempfehlungen gegenüber. Die durch die Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten sehen auf dem aktuellen Kursniveau jedoch aufgrund des jüngsten Abverkaufs aber immer noch ein durchschnittliches Gewinnpotenzial von rund 17 Prozent. Für zusätzliche Verunsicherung der RWE-Aktionäre sorgte zuletzt die Meldung, dass der angestrebte Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea zu platzen scheint. Bei E.on ist das Stimmungsbild nicht ganz so trüb. Von insgesamt 37 Analysten geben neun eine Verkaufsempfehlung ab, zehn eine Kaufempfehlung und 18 votieren zum halten. Der aktuelle Aktienkurs ist ihrer Meinung nach deutlich zu niedrig. Erst bei 14,66 Euro sehen die Experten die Versorgeraktie im Schnitt fair bewertet.

Stopp beachten

Die starke horizontale Unterstützung an der 12-Euro-Marke hat bei der E.on-Aktie zuletzt gehalten. Die Hoffnung für die Bullen ist somit noch nicht komplett verloren. Ein ähnliches Bild findet man aus charttechnischer Sicht bei RWE. Dort sorgte die 25-Euro-Marke zuletzt für Stabilität. DER AKTIONÄR favorisiert weiterhin E.on, da der Konzern besser für die Energiewende aufgestellt ist. Zudem ist die Dividendenrendite von rund vier Prozent äußerst attraktiv. Investierte Anleger sichern die Aktie mit einem Stopp bei 11,50 Euro ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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