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- Maximilian Völkl

RWE und E.on: Nächste Runde im Milliarden-Streit

Nach dem Ausfall der Dividende bei RWE stehen Versorgeraktien am Donnerstag erneut im Fokus. Es geht wieder einmal um den Atomausstieg. Nach wie vor diskutieren die deutschen Energiekonzerne mit der Bundesregierung über die Brennelementesteuer. Eine Einigung ist weiterhin nicht in Sicht.

Laut Handelsblatt gibt es noch immer unüberbrückbare Differenzen zwischen dem Bund und den Unternehmen geben. Das Problem: RWEE.on und Co. wollen ihre Klage gegen die Brennelementesteuer nicht fallen lassen. In den Augen der Regierung gehört dies aber zum Deal.

Im Dezember hatten sich die Parteien geeinigt, dass der Bund die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls übernimmt. Die Versorger zahlen dafür als Entschädigung 17,4 Milliarden Euro in einen öffentlichen Fonds. Hinzu kommt ein Aufschlag von 6,17 Milliarden Euro, mit dem sich die Konzerne von künftigen Risiken freikaufen. Laut Bund sollten zudem alle Klagen im Rahmen der Kernenergie fallen gelassen werden. Während andere Rechtsstreitigkeiten wie Schadensersatzklagen tatsächlich beendet werden sollen, bleiben die Konzern bei der sechs Milliarden Euro schweren Brennelementesteuer stur.

Finger weg

Es bleibt spannend, wie sich das Thema Kernenergie entwickelt. Auch ohne eine Einigung in Bezug auf die Klagen könnte es zu einem Deal kommen. Der Streitfall Atomkraftwerke würde dann aber weiter schwelen – mit Risiken für beide Seiten. Anleger sollten bei RWE weiter an der Seitenlinie bleiben. Die Übernahmefantasie bei E.on und das nachhaltige Geschäftsmodell von Innogy bieten in der Branche bessere Alternativen.

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