E.on
- Nikolas Kessler - Redakteur

RWE und E.on: Entscheidung vertagt

Im Ringen um eine Lösung zur Finanzierung des Atomausstiegs braucht die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission mehr Zeit. Ursprünglich wollte das Gremium nach der Sitzung am heutigen Montag seine Vorschläge präsentieren.

Es seien noch Sachfragen offen, teilte das Wirtschaftsministerium nach einem Gespräch mit den Kommissionsvorsitzenden mit. Deshalb wollten sie bei ihrer Sitzung an diesem Montag vorschlagen, "ihre Arbeit fortzusetzen", hieß es in der Mitteilung.

Zuletzt war aus Verhandlungskreisen durchgesickert, dass die Konzerne um die 18 Milliarden Euro in einen Staatsfonds übertragen könnten. Dieser würde die End- und Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente übernehmen. Das Risiko möglicher Mehrkosten für die Endlagerung könnte dem Vernehmen nach ab einem gewissen Zeitpunkt der Staat übernehmen. Die Unternehmen blieben für den Rückbau der Atommeiler sowie die Atommüll-Behälter verantwortlich - bei voller Nachhaftung. Die Unternehmen würden allerdings noch zögern, sich auf ein Gesamtpaket einzulassen, hieß es.

RWE und E.on im Minus

Einige Investoren hätten bereit auf eine Einigung gehofft, bei der die Versorger nicht zusätzlich belastet würden, sagte ein Händler. Sie müssten sich nun mindestens auf eine Verzögerung einstellen. Entsprechend notieren die Aktien von RWE und E.on am Montagvormittag im schwachen Gesamtmarkt deutlich im Minus.

Die Zitterpartie bei den Versorgern geht also weiter – schließlich stehen Milliardensummen im Feuer. Das dürfte sich auch in den Kursen der beiden DAX-Konzerne niederschlagen. DER AKTIONÄR bleibt bei E.on und RWE auf der Shortseite.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Übernahmeziel E.on: Ist Innogy die bessere Wahl?

Immer mehr Experten erwarten, dass in der Versorgerbranche eine Konsolidierung ansteht. Die traditionellen Konzerne haben Probleme mit ihrem bisherigen Geschäftsmodell erfolgreich zu sein. Investoren wie der Hedgefonds Knight Vinke bei E.on fordern deshalb eine Zerschlagung. Vor allem das stabile … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das spricht für eine Übernahme

Die Versorgerbranche ist im Wandel. Seitdem E.on und RWE im vergangenen Jahr ihre Töchter Uniper und Innogy abgespalten haben, stehen die Zeichen auf Veränderung. Die Konsolidierung ist in vollem Gange. Als möglicher Übernahmekandidat wird dabei verstärkt E.on gehandelt. mehr