E.on
- Nikolas Kessler - Redakteur

RWE und E.on: Bernstein-Analystin bestätigt ihr Rating

Analystin Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein Research hat ihre Einschätzung für die Aktien von RWE und E.on bestätigt. Vor allem bei E.on sieht die Expertin noch deutliches Erholungspotenzial.

Die Bernstein-Analystin hat E.on auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 16,40 Euro belassen. Auf dem aktuellen Niveau entspricht das einem Kurspotenzial von mehr als 70 Prozent. Nicht ganz so optimistisch ist Venkateswaran für die RWE-Aktie. Hier lautet ihre Einschätzung auch weiterhin „Market-Perform“ mit einem fairen Wert von 14 Euro.

Zur Begründung verwies die Expertin auf die am Mittwoch von der Bundesregierung vorgestellte Atom-Kommission. Aufgrund der ausgeglichenen personellen Zusammensetzung seien keine extremen Lösungsvorschläge zum Ausstieg aus der Kernenergie zu erwarten.

Nachhaftungsgesetz auf dem Weg

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung eine 19-köpfige Kommission eingesetzt, die Vorschläge erarbeiten soll, wie die Finanzierung für den Abriss der Kernkraftwerke und die Endlagerung des Atommülls dauerhaft gesichert werden kann. Ein vom Bundeswirtschaftsministerium initiierter Stresstest war kürzlich zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die entsprechenden Kosten auf mindestens 47,5 Milliarden Euro belaufen werden.

Neben dem früheren Hamburger Regierungschef Ole von Beust (CDU), Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und dem ehemaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) gehört auch Gerald Hennenhöfer zu dem Expertengremium. Als oberster Atomaufseher und Energie-Manager war der frühere Spitzenbeamte bis zu seiner Entlassung im Jahr 2014 maßgeblich an der schwarz-gelben Laufzeitverlängerung sowie deren Rücknahme infolge der Fukushima-Katastrophe beteiligt.

 

Außerdem hatte das Kabinett den Entwurf für ein Nachhaftungsgesetz auf den Weg gebracht. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Versorger beim Atomausstieg aus der Verantwortung stehlen können. "So minimieren wir die Risiken für öffentliche Haushalte und Steuerzahler", kommentierte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seinen Entwurf.

 

Nur für Zocker

Nach den Verlusten vom Vortag können die Versorger-Aktien am Freitag wieder Kursgewinne verbuchen. Die RWE-Aktie klettert zwischenzeitlich sogar an die DAX-Spitze. Damit geht das Auf und Ab bei den Energieriesen munter weiter.

Für Trader mag die hohe Volatilität ihren Reiz haben, langfristig orientierte Anleger sollten die Aktien von RWE und E.on aber auch weiterhin meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vor Megadeal – diese Probleme drohen noch

Die neue Energiewelt bedeutet für E.on auch neue Herausforderungen. Mit der Trennung von der Stromerzeugung geht der Konzern neue Wege und löst sich von seinem einstigen Kerngeschäft. Um sich als Energiedienstleister neu zu positionieren, muss aber zunächst die Innogy-Übernahme abgeschlossen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Darauf kommt es jetzt an

Im Gegensatz zu vielen anderen Aktien hat sich bei E.on in den vergangenen Tagen wenig getan. Der langfristige Seitwärtstrend ist nach wie vor intakt. Im schwachen Marktumfeld droht allerdings trotz der günstigen Bewertung zunächst noch einmal ein Test der unteren Begrenzung des Korridors bei 7,90 … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Dieses Urteil macht Hoffnung

Seit Wochen pendelt die E.on-Aktie im Seitwärtstrend. Trotz der guten Aussichten fehlen aktuell die Impulse, um Käufer anzulocken. Zu lange dauert es noch, bis der Innogy-Deal abgeschlossen ist. Die Bewertung ist jedoch vielversprechend. Auf dem aktuellen Niveau hat die Aktie noch viel Potenzial. mehr