RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE bringt Dea-Verkauf über die Bühne

Der Energiekonzern RWE will trotz Bedenken der britischen Regierung an diesem Montag den Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea an den russischen Oligarchen Michail Fridman abschließen. Charttechnisch notiert die RWE-Aktie an einem wichtigen Widerstand.

Die britische Regierung hatte zuletzt erneut ihre Bedenken zum Verkauf des britischen Dea-Geschäfts, zu dem zwölf produzierende Öl- und Gasfelder gehören, geäußert. Das Londoner Energieministerium verlangte Vorbereitungen dafür, dass dieser Unternehmensteil einzeln an eine „geeignete dritte Partei“ weiterverkauft wird. Hintergrund sind Sorgen über die Auswirkungen, die mögliche künftige Sanktionen gegen die russische LetterOne-Gruppe auf den Betrieb der Felder haben könnten. Ernste Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken könnten die Folge sein, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung.

Keine Konsequenzen

Dass das Londoner Ministerium die „Letter of Comfort“ genannte Zustimmung nicht erteilen wolle, habe keine Auswirkungen auf den Vollzug der Transaktion am Montag, hieß es in der RWE-Mitteilung. Die Verträge sähen eine Übertragung der RWE Dea als Ganzes einschließlich des britischen Geschäfts vor. „Nur wenn innerhalb des ersten Jahres nach dem Vollzug die EU oder die USA Sanktionen gegen die LetterOne oder deren Eigner verhängen sollten, ist RWE zum Rückerwerb des UK Geschäfts verpflichtet.“

Finger weg!

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Verkaufsempfehlung. Die günstige Bewertung und hohe Dividendenrendite sind keine Kaufargumente. RWE ist hoch verschuldet und hat immer noch keine Vision, wie man sich in Zeiten der Energiewende aufstellen soll.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Es gibt keinen Plan B

Im freundlichen Marktumfeld kann RWE am Dienstag die starke Performance der letzten Tage nicht bestätigen. Trotz des Ökostrom-Booms will der Versorger auch in Zukunft weiter auf Kohle- und Gaskraftwerke setzen. Laut Vorstandschef Rolf Martin Schmitz ist dies in den nächsten Jahren alternativlos. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Diese Szenarien sind möglich

Am Freitag zählen die Versorger erneut zu den stärksten Werten auf dem Kurszettel. Trotz der Milliardenverluste im vergangenen Jahr setzt auch die RWE-Aktie ihre Aufholjagd fort. Seit dem Zwischentief im Dezember hat der DAX-Titel gut 35 Prozent an Wert gewonnen. Offen bleibt, wie die Zukunft des … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das klingt besser – bleibt Innogy an Bord?

Die Versorger zählen am Dienstag zu den stärksten Werten an der deutschen Börse. Im DAX führt RWE die Gewinnerliste an. Der Konzern stellt nach dem höchsten Verlust der Geschichte Besserung in Aussicht. Zudem profitiert die Aktie von Übernahmegerüchten um die Tochter Innogy. Hierzu gab es am Morgen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Trendwende bei RWE: Kommunen sagen "Ja"

Die erneute Streichung der Dividende von RWE kam bei den Anlegern zuletzt nicht gut an. Vor allem die kommunalen Aktionäre hatten nicht damit gerechnet, dass die Ausschüttung beim ehemaligen Dividendenriesen zum zweiten Mal in Folge ausfällt. Inzwischen haben sich die NRW-Gemeinden aber mit den … mehr