RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: Ein weiter Weg

Zu Jahresbeginn pendelt der Kurs der RWE-Aktie weiter um die 12-Euro-Marke. Die Ankündigung, dass der Konzern die Kosten für die Atommüll-Endlagerung auf einen Schlag zahlen will, hat keinen Schwung verliehen. Für die DZ Bank bleibt der Versorger dennoch eine Kaufempfehlung.

Die Auslagerung der Atomrückstellungen sei für den Energiekonzern finanzierbar, so Analyst Werner Eisenmann. Zudem hätten sich die Stromfutures erholt, womit sich die mittelfristigen Gewinnaussichten und das Risikoprofil von RWE verbesserten. Die niedrige Bewertung der Aktie sei deshalb nicht mehr gerechtfertigt. Das Kursziel lautet 14 Euro.

Trotz der klarer werdenden Risikostruktur bleiben die Perspektiven bei RWE unklar. An der Börse werden die Kraftwerke des DAX-Konzerns als Belastung angesehen. Zum Vergleich: RWE kommt trotz der Mehrheitsbeteiligung an der Innogy lediglich auf 40 Prozent der Marktkapitalisierung der Ökostromtochter. Es bleibt ein schwieriger Weg, dies zu ändern.

Favorit Innogy

Die Klärung im Atomstreit und eine mögliche Erholung der Strompreise sind erste Schritte in die richtige Richtung. Ob das konventionelle Stromgeschäft von RWE zukunftsfähig ist, bleibt allerdings fraglich. Für Anleger ist die dividendenstarke Tochter Innogy in der Versorgerbranche die bessere Wahl.

 


 

Die Geschichten des Geldes

Autor: Kaul, Vivek / Vaupel, Michael
ISBN: 9783864703270
Seiten: 250
Erscheinungsdatum: 15.04.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart.

Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts.
Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

 

 

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