RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Klare Aussagen – das macht Mut für die Aktie

Die Aktie des Versorgers RWE zählt am Montag zu den stärksten Werten im DAX. Im freundlichen Marktumfeld profitiert der Titel nach den deutlichen Verlusten in den vergangenen Monaten von Aussagen des neuen Vorstandsvorsitzenden Rolf Martin Schmitz. Der nahm Stellung zur aktuellen wirtschaftlichen Situation bei RWE im Hinblick auf die Kosten für die Lagerung des Atommülls.

6,8 Milliarden Euro soll RWE in den staatlichen Fonds zur Finanzierung der atomaren Endlagerung einzahlen. Laut Schmitz kann der Konzern die gesamte Zahlung auf einen Schlag leisten. Eine Ratenzahlung sei nicht nötig, nachdem man im Oktober 2,6 Milliarden Euro durch den Börsengang der Ökostromtochter Innogy erlöst hatte.

Kritisch nahm Schmitz Stellung zu möglichen Mindestpreisen für CO2. Seiner Meinung nach könnten die Klimaschutzziele auch so erreicht werden, außerdem hätten Mindestpreise keinen zusätzlichen Effekt. Bei RWE herrsche aber dennoch Aufbruchstimmung. Die wieder etwas gestiegenen Strompreise und der anhaltend hohe Anteil der konventionellen Stromerzeugung von noch immer über 65 Prozent machen Mut für die Zukunft von RWE. Zudem würden hohe Dividenden der Tochter Innogy winken.

Kein Kauf

Eine schnelle Zahlung der Kosten für die Atommülllagerung wäre zu begrüßen. Bei RWE stellt sich dennoch die Frage, wie es in Zukunft weitergeht. Das konventionelle Stromgeschäft bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Anleger, die in der Branche investieren wollen, setzen eher auf die Tochter Innogy, die starke Dividenden und weniger Risiken bietet.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Diese Erholung macht Sinn - die Hintergründe!

Am gestrigen Mittwoch ist die RWE-Aktie deutlich unter Druck geraten. Heute zählt der Versorger dagegen trotz der polizeilichen Räumung des Hambacher Forsts zu den stärksten Werten im DAX. Das ist auch berechtigt, denn gestern wurde der Titel lediglich in Sippenhaft genommen. DER AKTIONÄR erklärt, … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das klingt spannend

Nach den Rekordverlusten 2016 waren die Bilanzen der deutschen Versorger deutlich angeschlagen. Dank der Abspaltungen von Uniper und Innogy und einer starken operativen Entwicklung hat sich die Situation für E.on und RWE inzwischen aber deutlich verbessert. Auch Investitionen scheinen wieder … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Hier liegt die Zukunft

Deutschland besitzt bislang kein eigenes Terminal für verflüssigtes Erdgas (kurz LNG). Das sorgt vor allem von Seiten der USA für Kritik, die die hohe Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen monieren. Dank RWE könnte sich das aber bald ändern. mehr