RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE: Kein Ende der Krise in Sicht

RWE hat am Dienstag die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern befindet sich weiter auf Talfahrt. Auch charttechnisch ist der DAX-Titel weiterhin angeschlagen.

Nach einem Verlust von fast 2,8 Milliarden Euro 2013 stand unter dem Strich nun zwar wieder ein Gewinn von 1,7 Milliarden Euro. Das lag aber vor allem daran, dass RWE diesmal weniger außerplanmäßige Abschreibungen vornahm. Der um solche Effekte bereinigte sogenannte nachhaltige Überschuss ging um 45 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Der betriebliche Gewinn sackte um ein Viertel auf rund vier Milliarden Euro ab.

Dabei verschärfte sich die Krise der konventionellen Großkraftwerke. Wegen des durch den Ökostromboom ausgelösten Verfalls der Strompreise sind sie immer unrentabler. Das laufende Sparprogramm des Unternehmens konnte das nicht wettmachen. Deshalb tritt der Energiekonzern nun noch stärker auf die Kostenbremse.  Bis 2017 will der Konzern nun verglichen mit dem Startpunkt 2012 die Kosten um zwei Milliarden Euro drücken. Bislang lag die Vorgabe bei 1,5 Milliarden Euro. Das will RWE nun schon in diesem Jahr erreichen. Allein 2014 sank die Zahl der Mitarbeiter im Konzern auch durch verkaufte Geschäftssparten um gut 5.100 auf knapp 59.800

Dividende bleibt erhalten

Auch 2015 rechnet RWE nicht mit einer Trendwende. Das betriebliche Ergebnis soll von vier auf 3,6 bis 3,9 Milliarden Euro sinken, wie der Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Einziger Lichtblick für die Aktionäre: Die Dividende soll mit einem Euro pro Aktie stabil bleiben.

Kein Kauf

Die Zahlen verdeutlichen, dass RWE immer noch keine geeigneten Lösungen in petto hat, wie man sich in Zeiten der Energiewende aufstellen soll. DER AKTIONÄR rät weiterhin von einem Kauf der Aktie ab.

(mit Material von dpa-AFX)

 

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