RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Jetzt wird es politisch

Politiker, Umweltschützer und Kraftwerksbetreiber diskutieren weiter über die Art und Weise des deutschen Kohleausstiegs. Vor allem die geplanten Rodungen des Hambacher Forsts durch RWE erhitzen aktuell die Gemüter. Grünen-Fraktionschef Anton Hochreiter will dem DAX-Konzern nun die Genehmigung für die alten Kraftwerke entziehen.

Laut Hofreiter müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel RWE die Genehmigung für die Braunkohlekraftwerke entziehen, um den Hambacher Forst zu retten. „Sie muss dem Konzern deutlich machen: Wenn klar ist, dass die Kraftwerke bis spätestens 2020 stillgelegt werden, macht eine Rodung überhaupt keinen Sinn“, sagte er der Bild am Sonntag.

Hofreiters Argument: Im Urteil zum Atomausstieg hat das Bundesverfassungsgericht dem Bund bereits bescheinigt, dass alte Anlagen aus Umweltgründen entschädigungsfrei stillgelegt werden können. Dies würde nicht nur Atomkraftwerke sondern alle Kraftwerke betreffen, so der Grünen-Politiker.

Keine Angst

Anleger sollten sich von Hofreiters Vorstoß nicht beunruhigen lassen. Es ist praktisch unmöglich, die Kohlekraftwerke von heute auf morgen abzuschalten, da diese für die Versorgungssicherheit nach wie vor eine äußerst wichtige Rolle spielen. Dank dem Innogy-Deal und der Rückkehr zu den erneuerbaren Energien kann RWE dem Thema Kohleausstieg inzwischen ohnehin deutlich entspannter entgegenblicken. Anleger setzen auf die neue Strategie und lassen die Gewinne laufen.

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