RWE
- Stefan Limmer - Redakteur

RWE: Der Druck auf die Regierung steigt

Im Streit über Finanzhilfen für unrentable Kraftwerke erhöht RWE einem Bericht zufolge den Druck auf die Regierung. Die Aktie musste in den vergangenen Tagen Federn lassen und ist unter die 30-Euro-Marke gerutscht.

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern erwäge die Stilllegung von mehr Kraftwerken als bisher geplant, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Dienstag unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Demnach sei vorgesehen, erneut rund 1.000 Megawatt vom Netz zu nehmen. Der Vorstand könnte dies bereits an diesem Dienstag beschließen. Seit Anfang 2013 hat das Unternehmen wegen der Überkapazitäten und der gesunkenen Großhandelspreise für Strom bereits Anlagen mit einer Leistung von mehr als 12.600 Megawatt vom Netz genommen.

Unterstützung gefordert

RWE und andere Stromproduzenten wie EnBW, E.on oder Vattenfall fordern von der Regierung Unterstützung bei Anlagen, die zu den derzeitigen Marktbedingungen kein Geld verdienen. Die Regierung steht unter Druck, da im Winter wegen der bereits stillgelegten Kraftwerke ein Stromengpass droht. RWE selbst hielt sich offiziell bedeckt und wollte den Bericht nicht kommentieren.

Chart angeschlagen

Der schwache Gesamtmarkt machte auch vor der RWE-Aktie keinen Halt. Im Zuge der Abwärtsbewegung hat die Aktie mehrere Unterstützungen durchbrochen. Der Favorit des AKTIONÄR ist ohnehin E.on. Der Rivale von RWE ist für die Energiewende deutlich stärker aufgestellt. Das Kursziel für E.on lautet 19 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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