RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Das ist zu wenig

Am Dienstag hat RWE als einer der letzten DAX-Konzerne seine Zahlen zum ersten Quartal präsentiert. Aufgrund niedrigerer Strompreise musste der Versorger allerdings einen Gewinnrückgang verkraften. Die Aktie reagiert auf die Zahlen zunächst mit einem Abschlag.

Unter dem Strich ging der Gewinn bei RWE in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um satte 34,5 Prozent auf 620 Millionen Euro zurück. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stand noch ein Minus von 11,3 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro zu Buche. Schlecht lief es vor allem im Segment Braunkohle und Kernenergie. Hier fiel das Minus mit 15,5 Prozent weit überproportional aus.

Der Hauptgrund für den Rückgang war, dass RWE für den Strom einen niedrigeren Großhandelspreis erzielt hat als 2017. In diesem Jahr wurden durchschnittlich Großhandelspreise von 28 Euro je Megawattstunde realisiert, 2017 waren es noch 31 Euro gewesen. „Damit wird nach heutigem Kenntnisstand die Talsohle durchschritten“, heißt es im Zwischenbericht von RWE.

Preise steigen wieder

Der Gewinnrückgang dürfte nur temporärer Natur sein. Da der Strom im Vorfeld langfristig verkauft wird, wirken sich in den Ergebnissen die niedrigen Preise der jüngeren Vergangenheit erst voll aus. Inzwischen steigen die Strompreise aber bereits wieder. Da sich RWE künftig mit den erneuerbaren Energien auch breiter aufstellt, sollte die Position in der neuen Energiewelt gesichert sein. Anleger lassen die Gewinne laufen.

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